Presse: Sportbund-Damen unterliegen Tabellenführer knapp, spielen 5:5 beim Vorletzten

Sportbund-Quartett mit den Kräften am Ende
Intensives Wochenende für das Sportbund-Tischtennis in Deutschlands Norden: Das Zweitliga-Team aus dem Stuttgarter Osten reiste insgesamt 1.400 km, unterlag am Samstag beim Tabellenführer MTV Engelbostel-Schulenburg nach starker kämpferischer Leistung 3:6 und musste sich am Sonntag beim Vorletzten MTV Tostedt nach einer 5:2-Führung mit einem 5:5-Unentschieden begnügen. Die Mannschaft hat jetzt 11:15 Punkte auf dem Konto (Platz 5). Das stark ersatzgeschwächte Herren-Oberliga-Team des Sportbunds unterlag beim TTC Bietigheim-Bissingen 3 nur knapp mit 4:6. Mit 14:10 Zählern steht das Team nun auf Rang vier.
Foto: Die Baden-Württembergischen Damen-Doppel-Meisterinnen holten auch beim Doppel-Auswärtsspiel beide Zähler im Doppel.

Tolle Bühne in der proppenvollen Halle in Engelbostel (bei Hannover): Das Sportbund-Quartett startete mit ausgeglichenen Doppeln. Alexandra Schankula/Amelie Fischer siegten überzeugend gegen das Spitzendoppel 3:1 – dagegen mussten Mitsuki Yoshida/Fatme El Haj Ibrahim eine Viersatz-Niederlage hinnehmen. Diesem 1:1 folgten vier glatte Einzelniederlagen aller Sportbund-Akteurinnen. 1:5, sollte es ein ganz kurzes Vergnügen nach fünfstündiger Anreise werden? Doch die Zuschauer hatten nicht die Rechnung mit dem Kampfgeist der Stuttgarter Gäste gerechnet, ein Raunen ging in der Folge durch die Halle. Zunächst rang Mitsuki Yoshida die bis dahin ungeschlagene Iranerin Elina Rahimi in vier Sätzen nieder. Anschließend ließ Mannschaftsführerin Alexandra Schankula der amtierenden belgischen Doppelmeisterin Julia van Hauwaert nicht den Hauch einer Chance. Sollte die Aufholjagd gar noch mit eine Unentschieden belohnt werden? Das hintere Paarkreuz machte sich auf den Weg. Amelie Fischer ging gegen Veronika Hud mit 2:0 in Führung, am Nebentisch stand es zwischen Fatme El Haj Ibrahim und Milos 1:1. Doch dann die Wende, also Fischer nach klar verlorenem dritten Satz im vierten einen Matchball vergab und dennoch mit 2:3 unterlag. Die Sportbundlerinnen waren nah an einer Überraschung dran, verloren am Ende aber 3:6. Standing ovation vom Publikum gab es trotzdem – für beide Teams.
Tags darauf galt es, die Müdigkeit abzuschütteln. Und das gelang zunächst beim MTV Tostedt (bei Hamburg). Erneut punkteten Alexandra Schankula/Amelie Fischer im Doppel, wenn auch mit Mühe in vier Sätzen. Dagegen blieben Mitsuki Yoshida/Fatme El Haj Ibrahim chancenlos. Im vorderen Paarkreuz zeigten Yoshida und Schankula Muskeln der Stärke. Gegen Gottschlich und Wiltschkova standen jeweils – wenn auch mühsame – Viersatzsiege zu Buche. 3:1 die Pausenführung, Hoffnungen auf einen Erfolg wie beim 6:2 in der Vorrunde wurden wach. Und tatsächlich baute das Sportbund-Team ihren Vorsprung auf 5:2 aus. Zwar unterlag El Haj Ibrahim nach gutem Spiel der Litauerin Mikalauskyte. Doch Amelie Fischer siegte gegen die Linkshänderin Meyer klar in drei Sätzen und Yoshida drehte einen 1:2-Satzrückstand gegen Wiltschkova mit allerletzter Kraft und von Krämpfen geplagt noch zum Sieg. Die Sportbund-Damen standen jetzt kurz vor einem Auswärtssieg. Doch Kraft und Konzentration reichten bei den engen Spielständen nicht mehr und der Vorsprung rann den Stuttgartern durch die Finger. Schankula hatte bei Satzball gegen Gottschlich noch die Chance zu einer 2:1-Führung. Doch sowohl diese Partie ging in vier Sätzen an Tostedt, wie auch die von Meyer gegen El Haj Ibrahim, während Fischer gegen Mikalauskyte gar in drei Sätzen unterlag. 5:5 – ein bitteres Ende für den Sportbund, allerdings hatte Tostedt sich diesen Punkt auch verdient, nachdem sie nach Sätzen 20:18 die Nase am Ende vorne hatten.
Die Sportbund-Damen stehen nun mit 11:15 Punkten auf Platz 5 der Tabelle.
Auch die Sportbund-Herren gingen am Samstag an die Tische. Beim Lokalderby in Bietigheim mussten gleich drei Stammspieler ersetzt werden. Dennoch hielt das Sportbund-Quartett gut mit. Alleine Spitzenspieler Dauud Cheaib holte drei Zähler. An seiner Seite im Doppel erstmals in der Oberliga: Kilian Gröber. Der wurde beim Debüt gleich zum Mann des Tages. Nach seinem Doppelerfolg mit Cheaib gelang später sensationell ein Fünfsatzsieg gegen Len Müller, der ansonsten mehrere Klassen höher spielt. Auch Alberto Munoz Kösel und Radovan Kolarski debütierten in der Oberliga und schlugen sich äußerst beachtlich. Kolarski gelangen in beiden Einzeln Satzgewinne. Bester Spieler in der Halle war jedoch erneut Sportbunds Spielertrainer Dauud Cheaib, der auch den starken Japaner Wakatsuki in vier Sätzen in Schach hielt. Das gesamte Duell entschieden jedoch die Gastgeber mit 6:4 und zogen damit am Sportbund vorbei. Die Stuttgarter rangieren nun mit 14:10 Punkten auf Platz vier der Oberliga.

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