Der Stuttgarter Dauud Cheaib ist libanesischer Tischtennis-Meister
Beirut – Er hat es als Wanderer zwischen zwei Welten wieder getan: Drei Jahre nach seinem ersten Titelgewinn triumphierte Dauud Cheaib bei den libanesischen Tischtennis-Meisterschaften am Wochenende erneut und gewann mit seiner Vereinsmannschaft, Ahli Saida. Der Titel wurde mit Dreierteams ausgespielt – als Nummer eins führte er seine Mannschaft ohne Einzelniederlage zur Meisterschaft. Der knapp 42-Jährige lernte das Tischtennis-Einmaleins beim DJK Sportbund Stuttgart und ist in Stuttgart-Ostheim aufgewachsen. Beim Sportbund geht er in der Oberliga Baden-Württemberg als Nummer eins des Teams an die Tische. …
Seit einigen Jahren erlaubt das Reglement des Deutschen Tischtennisbundes den Einsatz ìn Vereinsteams unterschiedlicher Länder (doppelte Spielberechtigung).
Cheaib besitzt als Sohn einer Deutschen und eines Libanesen zwei Pässe. Für den Libanon ging er international bereits 2012 bei den Weltmeisterschaften an den Start. Im Jahr 2020 verpasste er als Zweiter der Asien-Qualifikation das Olympia-Ticket für Tokio 2021 nur hauchdünn.
Seinen Titelgewinn am Sonntag im Libanon kommentierte Dauud Cheaib mit grosser Freude: „12 Mannschaften haben 10 Tage um den Titel gespielt. Das Niveau war sehr hoch, vergleichbar mit der 2. Bundesliga hinten in Deutschland. Die Zuschauer waren sehr lebendig und laut, die Schiedsrichter ultragenau – insgesamt eine hochklassige Atmosphäre und die Freude bei uns riesig.“
Auch sein Verein im Stuttgarter Osten hofft auf zusätzlichen Schwung für die neue Saison durch diesen spektakulären Titelgewinn: „Dauud besitzt als Trainer unserer Jugend und des Herren-Oberliga-Teams eine entscheidende Rolle im Verein. Sein Pokalgewinn kann uns da Auftrieb geben“, blickt Sportbund-Vorstandsmitglied Thomas Walter positiv in die Zukunft.


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