Großer Jubel nach einem Wechselbad der Gefühle: Mit 6:4 nahm das Damen-Zweitbundesliga-Team des DJK Sportbund Stuttgart bei der Auswärtspartie in Offenburg die Punkte mit. Gastgeber DJK Offenburg ging ersatzgeschwächt in die Begegnung, geriet auch schnell mit 1:3 in Rückstand, doch beim Zwischenstand von 4:4 sah es nicht nach einem Erfolg des Teams aus dem Stuttgarter Osten aus. Durch diesen Sieg baute der Sportbund sein Punktekonto auf 4:2 aus und setzte sich damit vom Tabellenende ab.
„Das war ein schwerer Sieg, ich bin froh, dass es gereicht hat!“ Sportbunds Coach Andras Krenhardt schnauft nach der zweieinhalbstündigen Partie kräftig durch. Dazu hatte er allen Grund, denn: Nicht immer konnte das Sportbund-Quartett sein Potential ausschöpfen, kämpfte zudem mit den ganz besonderen Materialbedingungen. Aber: „Es spricht für die gute Moral der Mädchen, dass sie die beiden Schluss-Einzel gedreht haben“, so Thomas Walter, der diesmal als Co-Betreuer einsprang.
Von Beginn an schienen die Sportbund-Mädchen zu dominieren. Das Doppel Alexandra Schankula/Amelie Fischer hatte gegen Betz/Heuberger überhaupt keine Probleme, dagegen hielten Mitsuki Yoshida/Fatme El Haj Ibrahim gegen Farladanska/Kirner bis zum 1:1 und 7:7 gut mit, unterlagen dennoch am Ende klar mit 1:3. Dann das erste „Break“: Nachdem Mannschaftsführerin Schankula ihre Kontrahentin Kirner mit starkem Blockspiel sicher beherrscht hatte, gelang Yoshida gegen die starke Linkshänderin Farladanska, beidseitig mit sicheren Spinbällen agierend ein überragendes 3:0. Zwar lag sie in allen drei Sätzen zurück, brillierte dann aber jeweils mit starken Gegenziehern und unglaublichem Tempo. Eine 3:1-Führung also zur Halbzeitpause und im Lager des Sportbunds war man angesichts der folgenden Paarungen hoffnungsfroh.
Doch dann die große Ernüchterung: In nur wenigen Minuten gingen beide Partien an die Gastgeberinnen aus der Ortenau. Sowohl Fischer gegen die Routinierin Heuberger (0:3) als auch El Haj Ibrahim gegen Betz (1:3) fanden kaum in ihr Spiel, agierten vor allem beim zweiten Ball nach der Eröffnung sehr fehlerhaft. Da klappte die Anpassung an das langsamere Material überhaupt nicht. 3:3 also, alles war wieder offen. Yoshida stellte gegen Kirner nach zwei knappen, ausgeglichenen Sätzen und anschließend 11:5 und 11:4 auf eine 4:3-Führung. Als dann auch noch Schankula im besten Spiel des Tages gegen Farladanska den 3. Satz zur 2:1-Satzführung drehte, deutete vieles auf den fünften Punkt für Stuttgart hin. Doch die mehrfache ukrainische Einzelmeisterin steigerte sich immer mehr, machte fortan keine Fehler mehr und siegte in den beiden weiteren Sätzen deutlich.
4:4 hieß es vor den abschließenden Paarungen im hinteren Paarkreuz. Angesichts der beiden klaren Niederlagen im ersten Durchgang ließen die Blicke auf der Stuttgarter Bank nichts Gutes erahnen. Doch den beiden Nachwuchs-Damen des Sportbunds gelang die Wende. Fischer spielte gegen Heuberger nun deutlich variabler, nahm auch die zweiten Bälle mehr mit Spin und reduzierte somit ihre Fehlerquote deutlich. Gegen die Ex-Sportbundlerin Betz blieb sie in den drei Sätzen weitgehend ungefährdet und erhöhte mit ihrem 3:0 auf 5:4 für den Sportbund. Und dennoch sah es am anderen Tisch lange Zeit nicht nach einem Sieg aus. El Haj Ibrahim lag gegen die clever agierende Heuberger zu diesem Zeitpunkt mit 1:2 Sätzen in Rückstand. Nun vom gesamten Team lautstark unterstützt, stellte die 16-Jährige ihr Spiel immer mehr um und kam besser in lange Ballwechsel, die sie aufgrund ihres Tempos und der Sicherheit in der Mehrzahl für sich entscheiden konnte. Mit 11:6 und 11:5 sicherte El Haj Ibrahim den Fünfsatzerfolg und damit den 6:4-Auswärtssieg. „Das war ein Erfolg der ganzen Mannschaft, alle haben gepunktet“, resümierte Teamchefin Alexandra Schankula nach Spielende.
In zwei Wochen geht es für die Sportbund-Damen zur nächsten Auswärtsbegegnung nach Fürstenfeldbruck, ein Team aus dem oberen Tabellendrittel.
Spielbericht | myTischtennis.de: DJK Offenbuch – DJK Sportbund Stuttgart 4:6
Homepage DJK Offenburg – 2. Bundesliga Damen: DJK Offenburg – DJK SB Stuttgart 4:6


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