Presse: Sportbunds 2. Damen steigt aus der Regionalliga ab

Es hat nicht gereicht: Die 2. Tischtennis-Damen-Mannschaft des DJK Sportbund Stuttgart muss nach zwei 4:6-Niederlagen in den Relegationsspielen am letzten Sonntag in der Sporthalle Nord aus der Regionalliga absteigen und geht in der neuen Saison 2025/26 in der Oberliga Baden-Württemberg an den Start. Sowohl gegen den späteren Relegationssieger SSV Schönmünzach 2 als auch gegen den TSV Gau-Odernheim unterlag das Team aus dem Stuttgarter Osten vor knapp 50 Zuschauern hauchdünn. Als Tabellenachter der Regionalliga Südwest hatte sich die Mannschaft für diese beiden Duelle gegen die beiden Oberliga-Zweiten aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz qualifiziert.

„Wir hatten einige große Chancen!“ Sportbund-Betreuerin Alexandra Schankula musste gleich zu Spielbeginn gegen Schönmünzach an der Box zwei vorentscheidende Duelle miterleben. Nachdem Lana Rack/Celine Henseling ihr Auftaktdoppel recht sicher in vier Sätzen gewinnen konnten, schnupperten auch Valentina Tempcke/Maral Hashemi am Erfolg. Nach einem 5:10-Rückstand im 5. Satz kamen sie gegen Walkenhorst/Gaiser bis auf 9:10 heran, ließen dann jedoch eine große Chance liegen und unterlagen 9:11. Gleich anschließend die nächste Chance: Valentina Tempcke führte gegen Schönmünzachs Spitzenspielerin Müller sensationell klar 2:0 nach Sätzen und 7:4, doch auch diesmal reichte es trotz starker Leistung nicht. Statt einer möglichen 3:0-Führung hieß es so 1:2 für die Gäste aus dem Schwarzwald. Lana Rack glich mit einem starken 3:1 über Bill aus.

Dann die Vorentscheidung zuungunsten des Sportbund-Quartetts. Im hinteren Paarkreuz traten die Gäste bärenstark auf. Sowohl Walkenhorst (3:1 über Henseling) als auch Müller (3:0 gegen Hashemi) punkteten, brachten Schönmünzach 4:2 in Front. Ein letztes Aufbäumen der Gastgeberinnen folgte, als Tempcke mit einer Top-Leistung und einem Dreisatzsieg über Bill verkürzte. Doch im Spitzeneinzel hielt Rack gegen Müller zwar gut mit, die entscheidenden Bälle im 4. Satz bei 6:8-Rückstand aber machte ihre Kontrahentin Müller. 3:5 für Schönmünzach. Daraus wurde schnell ein 3:6, nachdem Hashemi für Stuttgart gegen Walkenhorst chancenlos blieb. Das hauchdünne 12:10 im 5. Satz von Mannschaftsführerin Henseling gegen Müller blieb somit nur noch Ergebniskosmetik.

myTischtennis.de: DJK Sportbund Stuttgart II – SSV Schönmünzach II 4:6

Nachdem Schönmünzach anschließend 8:2 gegen das dritte Team, TSV Gau-Odernheim, gewonnen hatte, war der Relegationssieg vergeben. So ging es im dritten Duell nur noch um Platz zwei und damit einen Nachrückerplatz, falls ein bisheriges Regionalliga-Team nicht melden wird. „Aber wir wollen Zweiter werden“, war aus dem Sportbund-Team zu hören. Dazu würde ein 5:5 wegen des besseren Spielverhältnisses reichen. Aber die Leistung reichte am Ende nicht ganz.

Wie in der ersten Partie endeten die Doppel 1:1. Rack/Henseling punkteten, während Tempcke/Hashemi unterlagen. Auch im vorderen Paarkreuz trennte man sich nach einem 3:1 von Rack und einem 0:3 von Tempcke 1:1. Identischer Spielverlauf wie gegen Schönmünzach und Vorentscheidung dann im hinteren Paarkreuz, als Hashemi in drei Sätzen und die angeschlagene Henseling in fünf Sätzen unterlag. Doch das Team kämpfte sich nochmals zurück. Rack mit einem 11:9-Hitchcock-Krimi über Gravesen und Tempcke mit einem Viersatzsieg über Walz glichen für ihre Mannschaft zum 4:4 aus – noch einmal die Chance, das Turnier auf Platz zwei zu beenden. Doch auch dieser Traum platzte. Sowohl Henseling (gegen Gravesen) als auch Hashemi (gegen Bollmann) unterlagen in vier Sätzen. Die Gäste aus Rheinland-Pfalz hatten am Ende mit 6:4 die Nase vorne und belegten so Platz zwei in der Relegation.

myTischtennis.de: TSV Gau-Odernheim – DJK Sportbund Stuttgart II 6:4

Die Sportbund-Damen schließen so eine intensive Saison mit einem bitteren Ende ab. Ohne die durch Krankheit ausfallende Spitzenspielerin Elisa Kohlen kämpfte sich die Mannschaft am vorletzten Spieltag von Abstiegsplatz neun auf Relegationsplatz acht. Es folgte nun das denkbare knappe Scheitern in der Relegation und der Abstieg in die Oberliga. Aber: „Wir haben alles versucht und haben bis zuletzt unsere Chance gesucht, deshalb hat sich die Saison trotzdem gelohnt“, so Betreuer Thomas Walter. Vor der Saison war vereinsintern lange unklar, ob man schon da in die Oberliga hätte zurückziehen sollen. „Wir haben uns insgesamt verbessert“ – und auch das ist trotz des Abstiegs ein Gewinn …

Fotos (Myrna Frosch):

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