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Pressemitteilung: FC Bayern München – Sportbund 2:6

3. Bundesliga-Erster nach Triumph beim FC Bayern

Er kam, sah und siegte: Gabriel Gaa sprang beim Tischtennis-Drittligisten DJK Sportbund Stuttgart kurzfristig für den verletzten Marius Henninger ein. Und er wurde zum Matchwinner beim 6:2 Auswärtssieg in München, beim großen FC Bayern, als er sowohl im Doppel als auch im Einzel punktete. Nach dem in dieser Personalsituation nicht zu erwartenden Triumpf rangiert das Team aus dem Stuttgarter Osten mit jetzt 12:0 Punkten weiterhin auf Platz eins. Am kommenden Samstag kommt der Tabellendritte TSG Kaiserslautern zum Spitzenspiel in die Sporthalle Nord.

„Das ist mir noch nie in meinem Tischtennis-Leben passiert!“ Sportbunds Spitzenspieler stammelt noch 20 Minuten nach seiner Einzelniederlage gegen den deutschen Jugendnationalspieler Daniel Rinderer das Unfassbare. Was war bis zu diesem Zeitpunkt in der Halbzeit passiert? Gleich zweimal hatten die Sportbundler Matchbälle liegen lassen. Nach dem fulminanten 3:1 von Dauud Cheaib/Gabriel Gaa über Rinderer/Schweiger führten Juan Perez/Sven Happek mit 10:7 im 5. Satz gegen Schreiner/Longhino – drei Matchbälle. Doch die nächsten fünf Bälle gingen an die Bayern, der Ausgleich zum 1:1 nach den Doppeln. Dann der Kurzauftritt von Bayerns Top-Mann Schreiner gegen Stuttgarts Juan Perez: 0:3 und sage und schreibe 11:33 Bälle. Der immer stärker werdende Perez spielte sich auf ein neues Niveau nach oben. Am Nebentisch spielte sich ein Drama ab, das die rund 50 Zuschauer in ihren Bann zog. Dauud Cheaib führte 10:4 bei 2:1 Sätzen – sechs Matchbälle. Der in Kürze für Deutschland zur Jugend-WM reisende Rinderer glich aus, fünf Marathonballwechsel gewann der laufstarke Bayer. Es folgten vier weitere Matchbälle für Cheaib, alle bei eigenem Aufschlag. Doch es sollte nicht sein. Rinderer glich mit 18:16 aus. Im Entscheidungssatz nochmals eine 5:3-Führung für Cheaib, doch Rinderer hatte im Foto-Finish die Nase vorne. Die Halle tobte, Sportbunds Quartett saß zur Pause wie ein Häufchen Elend auf der Bank, denn es hätte 4:0 stehen können, ja sogar müssen.

„Eine riesige Energie-Leistung und Moral“, beschreibt Mannschaftsführer Thomas Walter, was dann folgte. Denn: Zwei weitere Hitchcock-Krimis folgten. Und diesmal hatten die Sportbundler die Nase vorne. Konnte man den 14:12-Erfolg im Entscheidungssatz von Sven Happek über Schweiger nach 2:0-Satzführung noch irgendwie erwarten, so rieben sich die Mannschaftskollegen von Gabriel Gaa die Augen über dessen blitzsauberen Auftritt. „Das ist heute mein erstes Drittliga-Spiel“, hatte der noch zuvor mit größtem Respekt vor dem Gastspiel gesprochen. Doch von Nervosität keine Spur. Zwar zitterten seine Hände noch Minuten nach dem Spiel. Am Tisch aber zeigte der Mannschafsführer von Sportbunds Verbandsoberliga-Team keine Nerven. In einem hochklassigen Topspinduell gegen Longhino behielt er mit klugem Spiel hauchdünn die Oberhand: 11:8 im 5. Satz, die vorentscheidende 4:2-Führung für den Sportbund, das Spiel war gedreht. Die Bayern wirkten angeschlagen, nichts ging mehr bei den Gastgebern. Cheaib zeigte sich vom Schock des ersten Einzels bestens erholt und behielt in drei knappen Sätzen gegen Schreiner die Oberhand. Und auch Perez machte erneut kurzen Prozess, überließ dem starken Rinderer nur Satz Nummer drei. Riesenjubel, der nach dem Spielverlauf nie zu erwartende 6:2-Erfolg bei starken Bayern-Youngstern war perfekt. Jetzt warten die beiden Top-Duelle gegen Kaiserslautern und Leiselheim an den nächsten beiden Wochenenden in Stuttgart – Spannung und hochklassiges Tischtennis ist garantiert.

mytischtennis: FC Bayern München – DJK Sportbund Stuttgart 2:6

 

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