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Pressemitteilung 3. Liga: Sportbund – TV Leiselheim 4:6

 Bittere Pille im Aufstiegs-Duell

Atemraubender Krimi im entscheidenden Spitzenspiel der 3. Tischtennis-Bundesliga Süd der Herren: Tabellenführer TV Worm-Leiselheim (Foto) entführte beim DJK Sportbund Stuttgart mit einem hauchdünnen 6:4-Auswärtssieg beide Punkte. Aufgrund der 2G+-Regelung hatten nur 65 Zuschauer den Weg in die Sporthalle Nord gefunden. Die sahen über drei Stunden ein hochklassiges Duell auf Augenhöhe. Leiselheim war letztlich im Doppel mit zwei Siegen und im hinteren Paarkreuz mit vier Zählern überlegen. Damit sicherte sich das Team aus Rheinland-Pfalz (19:1 Punkte) vorzeitig den Herbstmeistertitel vor dem Team aus dem Stuttgarter Osten (14:2 Zähler).

„Wahnsinns-Spiel, das hat auf jeden Fall Zweitliga-Niveau“, zeigte sich Leiselheims Coach Andreas Cipu schon während der Partie begeistert. Und in der Tat: Was nach den beiden klar an Leiselheim gehenden Doppeln geboten wurde, ließ jeden Tischtennis-Fan mit der Zunge schnalzen. Zunächst unterstrich Juan Perez gegen den US-Amerikaner McBeath seine starke Form und siegte in drei glatten Sätzen. Mit dem gleichen Resultat, jedoch mit deutlich mehr Mühe, glich Dauud Cheaib gegen den Japaner Hagihara zum 2:2 aus. Mit variablem Spinspiel hielt er den wieselflinken Linkshänder in Schach. Ausgleich also zur Pause und im Stuttgarter Lager hoffte man nun auf eine Sensation im hinteren Paarkreuz. Denn: Leiselheim ist dort mindestens ebenso stark besetzt wie in der Spitze. Und fast erfüllten sich die Hoffnungen. Lokalmatador Gabriel Gaa führte gegen den Bronze-Medaillengewinner der Europameisterschaften 2000 im Doppel, Thomas Keinath, mit 2:0 Sätzen und 9:7. Eine Riesenchance ließ er noch liegen, doch am Ende setzte sich die Routine des 44-Jährigen im Fünfsatzduell durch. Ebenso über die volle Distanz ging Sven Happek gegen den türkischen Nationalspieler Gündüz. Fast eine dreiviertel Stunde konnte er das Duell offen halten, doch dann setzte sich der Linkshänder im 5. Satz klar durch.

Weitere 45 Minuten später hatte der Sportbund erneut ausgeglichen, diesmal zum 4:4. Was war geschehen? Juan Perez rang mit Hagihara um jeden Punkt. Bis zum 1:1 nach Sätzen und 7:7 waren beide gleichauf. Doch dann setzte sich die komplettere Spielweise den 19-jährigen Spaniers, vor allem auf der Rückhandseite, durch. In vier Sätzen behielt er die Oberhand. Ihm gleich tat es am Nebentisch Dauud Cheaib. Allerdings musste der nach 1:2-Satzrückstand gegen Mc Beath lange zittern, bevor er mit einem Urschrei den 11:8-Erfolg im 5. Satz bejubelte. Der dürfte auch am 2 Kilometer entfernten Hauptbahnhof noch zu hören gewesen sein. Jetzt ging es im hinteren Paarkreuz um alles. Sollte ein 5:5-Unentschieden gelingen? Doch es sollte nicht sein. Erneut zeigten sich die Gäste als zu große Hürde. Gabriel Gaa musste gegen Gündüz Tribut zollen, während Sven Happek gegen Keinath zwar den dritten Satz gewann, jedoch nie in seinen Rhythmus fand. Aus und vorbei – 4:6. Die Gäste waren den entscheidenden Tick stärker. Geprägt war das Spiel von vielen Diskussionen um die Aufschlagregel. Die Schiedsrichter hatten dabei alle Hände voll zu tun. Immer wieder reklamierten die Spieler, den Ball beim Aufschlag-Treffpunkt nicht zu sehen. Das ansonsten hochklassige Spiel wurde zerfahren und hitzig. Dieser kleine Makel blieb zurück.

In zwei Wochen steht noch ein Doppel-Auswärtsspieltag fürs das Sportbund-Team in Bayern an. Ob die Partien in Effeltrich und Versbach indes tatsächlich zur Austragung kommen, entscheiden wohl die Politiker. Äußerst schade, dass die äußeren Umstände derzeit nicht den würdigen Rahmen für solche Spitzenspiele zulassen.

mytischtennis: DJK Sportbund Stuttgart – TV Leiselheim

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