Spieler des Jahres (2): Peter Waddicor

Neben Lucas Handrick ist Peter Waddicor Sportbunds zweiter Spieler der Jahres. Der 18-Jährige hat nach einem Wellental letzte Saison eine starke Entwicklung genommen. Nicht nur sportlich mit einem Plus von 119 TTR in der Vorrunde, auch sein Trainer-Einsatz bei den Feriensportwochen und im Jugendtraining bringen uns zu dem Schluss: Peter – nie war er für den Sportbund so wertvoll wie heute. Ein kleines Porträt auf der nächsten Seite …

Im Jahr 2020 fand in Bonn eine Ausstellung mit dem Titel „Very British. Ein deutscher Blick“ statt. Es ging um politische, kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen zwischen den Ländern. ER bringt beim Sportbund den britischen Blick seiner Herkunft auf das sportliche Geschehen ein, auf sehr vielfältige Weise: Es könnte DIE Saison bzw. DAS Jahr des Peter Waddicor werden. Trainer-Lizenz erworben, sportliche Top-Saison und zur Krönung im Juni 2025 das Abitur. Peter ist auf dem besten Weg dorthin. Seine Entwicklung gibt dafür Anlass zur Hoffnung …

Lizenz-Trainer

„Ich will Trainer werden!“ Peter äußerte sich vor einigen Jahren erstmals zu seinem Berufswunsch. In dieser Zeit war er als Schüler in der absoluten Baden-Württembergischen Spitze, als 12-Jähriger sogar Zweiter in der Jugend 15-Rangliste. Das Niveau seiner Kader-Kollegen konnte er nicht ganz halten, deshalb machte er sich damals schon Gedanken über die Rolle „hinter“ dem Spieler. Und Peter hat Wort gehalten. An Ostern 2024 erwarb er die Trainer C-Lizenz. Das ist die formale Qualifikation. Schon in der Zeit davor war er eifrig als Trainer beim Sportbund aktiv. Einmal wöchentlich im Jugendtraining und vor allem viele Wochen bereits als Mit-Organisator und Trainer bei den Feriensportwochen arbeitet er geduldig als Übungs-Anleiter, Balleimertrainer oder Sparringspartner am Tisch. Es soll sogar Spieler/innen aus anderen Landesverbänden geben, die extra wegen Peter angereist kommen …

Sportliche Leistungsexplosion

In der Saison 2023/24 spielte Peter zum Teil kaum erklärbar schwach. Vor allem alle knappen Spiele gingen weg, es war wie verhext. Doch in der aktuellen Saison gilt: Nach einem Tief folgt ein Hoch. Und was für eines. Metereologen würden sagen „das Hoch Peter“. In der Verbandsliga Herren erzielte er in der Mitte 9:4 Siege, in der Oberliga war er mehr als Ersatz mit 3:3 Siegen. Vor allem sein Auftritt gegen Untertürkheim in der Halle Nord hatte Matchwinner-Qualitäten. Per Jugendspielberechtigung geht er parallel für seinen Heimatverein TSV Korntal an die Tische, erspielte sich in der Verbandsoberliga 13:2 Siege. Dazu Korntals Abteilungsleiter Friedemann Wagner: „Peter spielt ja unglaublich gut zurzeit!“ Diese Erfolgen rechnen sich auch bei den TTR-Punkten: von 1.814 auf 1.933 seit September – eine Steigerung von 119 Punkten!

Wie ist diese Leistungsexplosion zu erklären? „Ich trainiere Fitness mit meinen Kumpels.“ Man hörte sogar mal flüstern, dass da auch Sonntag spät abends noch eine harte Session im Gym gestartet wurde. Eiserner Wille sozusagen für das Stählen des Körpers – eine neue Seite des Peter Waddicor. „Außerdem trainiere ich zurzeit Tischtennis intensiv, weil es gerade Spaß macht!“, so der zweite Grund, den Peter für seinen Lauf benennt. Man sieht es auch jetzt häufiger am Tisch, dass da ein echter Athlet heranwächst. Aber Vorsicht: Peter weiß nach all den Wellentälern der letzten Jahre, dass nur weitere kontinuierliche Arbeit den Aufschwung fortsetzen lässt.

Schul-Abschluss im Sommer

Kontinuierliche Arbeit ist auch das Stichwort für das wichtigste Ziel des Peter Waddicor: Das Abitur im Sommer 2025 soll es sein. Er ist zuversichtlich, dass er die Cotta-Schule dann mit diesem Abschluss verlassen kann. „Es läuft ganz gut!“ In diesem Moment kommt wieder die uns allen bekannte lockere Art des Peter Waddicor durch. Doch seine persönliche Entwicklung zeigt deutlich, dass er inzwischen für sich und andere in immer stärkeren Maße Verantwortung übernimmt. Das ist für den Sportbund und seinen Nachwuchs ein Gewinn und nicht zuletzt für Peter selbst – mit dem (very british) Blick auf seine sportliche, berufliche und menschliche Perspektive. Peter, mach weiter so!

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