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Sportbunds Trainer: Thomas Walter (10)

Thomas Walter

In der Halle Nord ist er morgens eines der ersten Gesichter, die man zu sehen bekommt. Thomas Walter ist aber nicht nur am Wochenende zu jeder Veranstaltung in der Halle und hilft vom Aufbau bis hin zum Abbau mit, sondern ist auch ein wichtiger Eckpfeiler in unserem Training. In den letzten Jahren hat er vielen Jugend und Aktiven dabei geholfen, sich weiter zu entwickeln und sich zu verbessern. Wie Thomas dem Verein hilft, könnt ihr auf der nächsten Seite lesen!

Wie kamst du zum Tischtennis?

Mit 9 Jahren bin ich mit meinen beiden Brüdern zum Sportbund- Tischtennis gekommen. Mein Vater war Abteilungsleiter, da war Tischtennis der „logische“ Weg.

Wie bist du zu der Entscheidung gekommen, Trainer zu werden?

Das habe ich nicht bewusst entschieden. Nie habe ich die Überlegung angestellt, jetzt will ich Trainer werden und mache dafür das, das und das. Zunächst hatte ich auch keine Ziele. Vielmehr hat sich mein Engagement aus der Notwendigkeit heraus ergeben. Damals im Jahr 1984 lag die Jugendabteilung des Sportbunds am Boden. Ich war im letzten Jugendjahr und überlegte, wer denn „danach“ noch in den Jugendteams spielen sollte. Für mich war die logische Konsequenz, da muss man sich kümmern – jetzt soll es weitergehen, sonst ist es zu spät. Dann habe ich an 10 Schulen mini-Meisterschaften durchgeführt und hatte einen Anfängerkurs mit 8 Jungen. Alles zunächst ganz alleine. Das war der Anfang meines Trainerdaseins.

Das Foto im ersten Spielerpass von Thomas im Alter von knapp 9 Jahren

Hast du eine Trainerlizenz, wenn ja, welche?

Ja, (erst) mit 27 Jahren habe ich die C-Lizenz gemacht, zwei, drei Jahre später die B-Lizenz, nochmals einige Jahre später die P-Lizenz (Gesundheitssport). Die A-Lizenz kam für mich nie in Frage, da der Trainerjob nie mein Beruf werden sollte, sondern ein Hobby bleiben.

2017-10-07 Jugend-Bezirksmeisterschaften in der Halle Nord (69) Thomas WalterWie denkst du über das Trainerteam? Inwiefern trägt das Trainerteam zum Erfolg der Jugendspieler bei?

Wir haben ein Riesen-Team mit unterschiedlichen Trainern, was das Alter, die Erfahrung, die Ausbildung, haupt- und nebenberufliche Trainer, niedrig- und hochklassige Trainer als Spieler – das ist auch so etwas wie das Spiegelbild der gesamten Tischtennis-Abteilung. Großer Vorteil ist, dass jede Gruppe im Sportbund von „seinem/ihrem“ Trainertyp betreut werden kann – die Leistungssportler, die reinen Hobbyspieler, die Jungs, die Mädchen … Zu verbessern ist noch deutlich die Absprache zwischen den Trainern, die Kommunikation, die Zuteilung der Gruppen an manchen Tagen. Gerade über den Freitag-Trainingstermin hatten wir ja neulich eine intensive Telefonkonferenz, um diesen Abend besser zu gestalten. Grundsätzlich ist es wichtig und gut, ein Trainer-TEAM zu haben. So ist auch eine ständige Weiterbildung gewährleistet, neue Idee fließen ein, die Trainingsinhalte wechseln stärker ab, wovon die Kinder/Jugendlichen profitieren. Wir sind natürlich mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem es immer schwieriger wird sich zu verbessern, jedoch tun wir alles, um uns noch weiter zu entwickeln.

Was würdest du dir in Zukunft wünschen? Was soll im Jugendbereich noch intensiver gefördert werden?

Mein großer Wunsch ist, dass sich aus der jungen Generation möglichst viele Mitglieder als Trainer engagieren und eine Trainer-Ausbildung machen. Dann würde es uns gelingen, nicht nur in jeder Spielergeneration stark zu sein, sondern auch dem Trainer-Team frisches Blut zuzuführen. Lisa Kerelaj und Malte Michael sind da aktuelle Beispiele. Aber natürlich auch unsere vielen FSJ-ler der letzten Jahre … Und wir sollten über die Trainerfunktion hinaus das Übernehmen von Verantwortung im Jugendbereich intensiv fördern.  Paul Hartlieb, Melina Schruff und Hagen Ehrmann als Mannschaftsführer in der Rückrunde – das ist Musik in den Ohren von Vereins-Verantwortlichen! Das sind große Hoffnungsschimmer, dass es auch in der nächsten Generation beim Sportbund gut weitergeht. Und: All die Genannten profitieren persönlich in ihrer außersportlichen Entwicklung – Verantwortung übernehmen stärkt die Persönlichkeit, davon bin ich fest überzeugt.

Machst du außerhalb des Trainings noch etwas für den Sportbund?

Ja, ein bisschen was … Ich bin Mannschaftsführer der 1. Herren und bis jetzt auch Mannschaftsführer der 1. Damen (übernimmt jetzt Rüdiger Betz), 2. Vorsitzender Hauptverein, Vorsitzender Förderverein, Betreuung Jugendteams und Einzel-Turniere, Orga Turniere in der Halle Nord, Deutsch-Nachhilfe und ein wenig im ganzen Bereich Wettkampf-Organisation.

Thomas, hier beim Saisonvorbereitungslehrgang in Tailfingen

2016-08-28 DJK Saisonvorbereitungslehrgang (28) Gabriel Gaa Thomas Walter Alex Frank

Was war dein positivstes Erlebnis als Trainer beim Sportbund?

Oh, da gibt es viele. In den 36 Jahren als Trainer hab ich fast alles erlebt – das ist wie ein Feuerwerk, bei aller Arbeit und auch sehr anstrengenden Phasen. An Erlebnissen festgemacht: der erste Württ. Meistertitel 1993 mit dem Schüler-Team als krasser Außenseiter in Crailsheim, der deutsche Meistertitel 1995 mit dem Schüler-Team in Gerlingen, der deutsche Meistertitel 2009 mit dem Jungen-Team 2009, die 2. Bundesliga-Saison 2010/11 und jetzt die aktuellen Aufstiege mit den Damen und Herren in die 3. Bundesliga. Das sind alles tolle Erfolge mit vielen Eigengewächsen des Sportbund-Trainer-Teams. Besonders positiv empfand ich immer, wenn bei Fahrten vor allem mit Jugend-Mannschaften dieser Team-Spirit entstand, wenn alle über sich hinausgewachsen sind, etwas erreicht haben, wozu sie alleine nie imstande gewesen wären, zu schaffen – egal, ob das in der 2. Bundesliga oder in der Kreisklasse Schüler war. Und wenn dann die Freude darüber in den Gesichtern der Kinder/Jugendlichen/jungen Erwachsenen zu sehen war, dafür lohnt sich jeder Einsatz als Trainer…

 

Vielen Dank für deinen grenzenlosen Einsatz, Thomas! Du hast maßgeblich zum Erfolg des Vereins in der Vergangenheit und Gegenwart beigetragen!

DJK-Rulez!

Das Deutsche Meister-Team der Schüler 1995: Predrag Poznic, Daniel Blumhardt, Stefan Krieger, Georgios Papadopoulos, Kristian Sakac, Dauud Cheaib, Salvatore Rendine, Ken Lai

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