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Presse: DJK Sportbund Stuttgart – Post SV Mühlhausen 2 3:6

VA1_3785 Alex Frank

Foto: Alexander Frank lieferte eine starke kämpferische Leistung, bog ein Einzel um, konnte aber die Niederlage seines Teams nicht verhindern.

Trotz starker Leistung hauchdünn unterlegen

Unentschieden knapp verpasst: Tischtennis-Drittligist DJK Sportbund Stuttgart unterlag dem Tabellendritten Post SV Mühlhausen 2 (Thüringen) mit 3:6. Der vierte Punkt war bereits erspielt, sodass am Ende ein Zähler zum 5:5 fehlte. Nach dieser Niederlage steht das Team aus dem Stuttgarter Osten weiterhin auf Platz 5, nun mit 12:10 Punkten. Zu denken gibt die geringe Zuschauer-Resonanz von nur knapp 50 Fans in der Sporthalle Nord – angesichts des hochklassigen Duells.

„Schade, mit einem Punkt mehr war ein 5:5 drin. Das Doppel mit der 2:0-Führung und das zweite Einzel von Hao Mu beim Spielstand von 9:9 im 5. Satz waren die Gelegenheiten dazu.“ Sportbunds Mannschaftsbetreuer Thomas Walter blickt auf die Chancen dieser Partie der 3. Bundesliga zurück und beschreibt unterschiedliche Sichtweisen: „Einerseits hat die Mannschaft wieder einmal ein Match auf hohem Niveau gezeigt, andererseits bleibt das ungute Gefühl, am Ende nichts Zählbares herausgeholt zu haben.“

Unter dem Strich betrachtet fehlte am Ende tatsächlich nur ein Erfolg in den genannten Partien. Denn: Daniel Hartmann hatte mit einer Klasse-Leistung gegen Mühlhausens Kartuzovs bereits den vierten Punkt geholt. Gleich zu Beginn hatten die Sportbund-Doppel die große Chance auf eine 2:0-Führung. Zunächst mussten Hao Mu/Wiese gegen Bardon/Schreyer alles aufbieten, um einen Satzball zum möglichen 0:2-Rückstand abzuwehren. Dann steigerten sich die beiden enorm und sicherten mit einem 3:1 die Führung für Stuttgart. Die hätten Alexander Frank/Daniel Hartmann fast ausgebaut. Die ersten beiden Sätze sicherte sich das starke Doppel zwei des Sportbunds gegen David/Kartuzovs. Doch die drehten die Partie mit drei deutlich gewonnen Sätzen im Anschluss. Nach für seine Verhältnisse schwächerem Jahresbeginn drehte Sportbunds Spielertrainer Hao Mu im Einzel gegen David mächtig auf, zeigte gewohnte Stärken mit seinen schnellen Vorhand-Spinbällen. Lediglich in Satz drei war David der aktiver Mann, bevor Hao Mu die Begegnung mit 3:1 zu seinen Gunsten sicherte. Auch Dennis Wiese hielt gegen den in dieser Saison bereits vier Mal in der 1. Bundesliga eingesetzten Bardon lange mit. 1:1 nach Sätzen und 6:5 führte der mehrfache slowakische Doppelmeister. „Dann hat er einen big point bei dem Wahnsinns-Ballwechsel gemacht“, anerkannte Sportbund baumlanger Abwehrspieler Wiese. Und tatsächlich gelang Badon anschließend alles, Wiese nichts mehr. Mit dem 3:1-Erfolg glich Bardon für die Gäste zum 2:2 aus.

Nach der Pause deutete alles auf eine schnelles 2:4 hin. Daniel Hartmann musste sich dem enorm sicheren und schnellen Schreyer klar beugen. Vor allem im Aufschlag-/Rückschlagspiel fand der junge Stuttgarter keine Mittel der Gegenwehr. Da reichte auch das gute Niveau bei den offenen Ballwechseln nicht. Und auch Alexander Frank schien seinem Gegenüber Kartuzovs bereits nach kurzer Spielzeit gratuliere zu müssen. Doch nach 0:2-Satzrückstand kämpfte sich der Stuttgarter immer besser ins Spiel, variierte von da an permanent seine Spinbälle. Damit kam Kartuzovs überhaupt nicht zurecht. Mit drei klaren Satzgewinnen schaffte Frank den umjubelten Ausgleich zum 3:3.

Sollte doch ein Punkt für die Gastgeber möglich sein? „Ich denke, dass jetzt im vorderen Paarkreuz die Entscheidung fällt“, vermutete Walter angesichts zweier möglicherweise ausgeglichener Duelle. Doch die erste Hoffnung erfüllte sich aus Sportbund-Sicht nicht: Dennis Wiese hat gegen David nicht den Hauch einer Chance. Der Tscheche nahm Wiese mit aggressiven Eröffnungsbällen jede Chance, in Ballwechsel hereinzukommen. Kein schönes Spiel, aber eben auch eine starke Leistung von David beim 3:0-Sieg. Die boten auch die beiden Kontrahenten am Nebentisch. Fast eine dreiviertel Stunde schlugen sich Hao Mu und Bardon die Bälle um die Ohren. Dann High-Noon beim Stand von 9:9 im 5. Satz. Hao Mu retournierte zweimal stark, doch der in der 1. Bundesliga mit einer 2:2-Bilanz geführte Bardon antwortete noch stärker: Einmal zog er einen Flipball mit der Rückhand parallel voll durch, beim Matchball vollendete er mit einem Vorhand-Gegenzieher über dem Tisch. Mit dieser beeindruckenden Leistung sicherte Bardon den 11:9-Erfolg und damit das vorentscheidende 5:3 für sein Team.

Doch die Gastgeber kapitulierten nicht. Daniel Hartmann bestätigte seinen Leistungsanstieg der letzten Wochen mit einem beeindruckenden Dreisatz-Sieg über den Letten Kartuzovs. „Gegen ihn habe ich in Mühlhausen noch 0:3 verloren“, blickte Hartmann zurück, zufrieden ob seiner Steigerung. Jetzt galt es, noch den fünften Punkt zu holen. Doch Alexander Frank stand dabei gegen den stärksten Spieler der Liga im hinteren Paarkreuz, Schreyer, vor einer Herkules-Aufgabe. Die ersten beiden Sätze bestätigten diese Prognose. Schreyer war einen Tick sicherer und ungemein beweglich bei den langen Ballwechseln. Das spektakuläre Spiel mündete in einem dramatischen 3. Satz. Beide Akteure hatten einige Satzbälle, Frank steigerte sich enorm, Hoffnung kam im Publikum auf. Sollte er in den 4. Satz kommen und der Partie noch eine Wendung geben? Nein, Schreyer punktete erneut mit einem sehenswerten Ball zum 17:15. Satz, Spiel und Sieg für die Gäste aus Thüringen. Hartmanns Sieg kam nicht mehr in der Wertung, Mühlhausen siegte 6:3.

Der Sportbund geht nun in eine dreiwöchige Pause und trifft am 31. Januar in der Sporthalle Nord auf den Tabellenzweiten TV Hilpoltstein. Damit hat das Team auch die ersten Drei der Tabelle zu Beginn der Rückrunde hinter sich.

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