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Presse: TTC Bietigheim-Bissingen – DJK Sportbund Stuttgart 9:3

Schwache Sportbund-Leistung

Das war gar nichts: Mit einer 3:9-Niederlage kehrte Tischtennis-Regionalligist DJK Sportbund Stuttgart vom Lokalderby beim TTC Bietigheim-Bissingen zurück. „Das war eine der schwächsten Vorstellungen der letzten Jahre“, zeigt sich Mannschaftsführer Thomas Walter enttäuscht. Die Gastgeber agierten wie aus einem Guss, kämpften und spielten sich in einen wahren Spielrausch und zeigten, dass sie aktuell in einer Topform sind und die Tabelle der vierthöchsten deutschen Spielklasse anführen.  Das Team aus dem Stuttgarter Osten dagegen kassierte nach dem 9:5-Auftakterfolg über den FSV Mainz 05 II eine empfindliche Niederlage und muss sich jetzt auf die wegweisende Partie am kommenden Samstag gegen den TTC Wehrden, ebenfalls im Mittelfeld angesiedelt, konzentrieren.

Es ging alles ganz schnell: Nach knapp zwei Stunden lagen die Gastgeber sensationell hoch mit 8:1 in Führung. Dabei hatten alle Beteiligten mit einer knappen Angelegenheit gerechnet. Doch daraus wurde nichts. Die Bietigheimer zeigten in den Doppeln gleich, wer Herr im Hause ist. 2:1 führten sie nach klaren Dreisatzsiegen von Sandell/Pelz (3:0 über Henninger/Bojic) und Mayer/Rütter (3:0 über Wenger/Dettling). Lediglich Sportbunds Top-Doppel Hao Mu/Sven Happek konnte mit einem hart erkämpften Viersatzsieg über Osiro Shinohara/Engelhardt verkürzen: Dann die Vorentscheidung: In zwei hauchdünnen Fünfsatz-Partien zeigten sich wiederum die Gastgeber als die Stärkeren: Der Schwede Sandell lag gegen Sven Happek lange zurück, kämpfte auch bei 4:6 im 4. Satz unverdrossen und drehte die Partie mit 11:6 im Entscheidungssatz. Fast mit dem identischen Ergebnis schaffte der 18-jährige Pelz gegen Stuttgarts Top-Mann Hao Mu eine große Überraschung. Der Sportbund lag 1:4 zurück – und es zeigte sich, dass das Pulver bereits da verschossen war. Marius Henninger erwischte in seiner zweiten Saison beim Sportbund zum ersten Mal einen rabenschwarzen Tag. Er kam überhaupt nicht in sein gewohntes Spiel und verlor gegen Mayer und Osiro Shinohara alle sechs Sätze. Dagegen konnte Nico Wenger mit seiner Leistung an diesem Tag trotz einer 2:3-Niederlage gegen Osiro Shinohara sehr zufrieden sein – er hatte immerhin gegen einen der besten Akteure im mittleren Paarkreuz verloren.

Sollte noch eine Wende im hinteren Paarkreuz gelingen? Nein, an diesem Tag ging aus Stuttgarter Sicht so ziemlich alles schief. Carlos Dettling musste sich Engelhardt beugen, den er im Juli bei der Baden-Württ. Jugendrangliste noch deutlich hinter sich gelassen hatte. Im Viersatz-Spiel brachte wohl schon der erste Durchgang beim 12:10 für Engelhardt so etwas wie eine Richtungsentscheidung. Der junge Bietigheimer spielte anschließend groß auf und strotzte nur so vor Selbstvertrauen. Das zeigte auch der Schweizer Rütter, der dem ehemaligen Bietigheimer und jetzigen Stuttgarter Uros Bojic nicht den Hauch einer Chance ließ. Der 15-jährige Sportbundler kam in keiner Phase des Spiels dazu, seine Stärken einzusetzen, war bereits nach dem Aufschlag-/Rückschlag immer in der passiven Rolle. „Es wird wichtig sein, dass wir uns in Zukunft in solchen Phasen als Team wieder aufbäumen“, appelliert Walter an sein Team mit Blick auf die nächsten Spiele.

Dies gelang dann immerhin den beiden Spitzenspielern Hao Mu (3:2 gegen Sandell) und Sven Happek (3:0 gegen Pelz), auch wenn diese beiden Zähler lediglich Ergebniskosmetik bedeuteten. Aber immerhin: Die Leistungen zeigten, was in den nächsten Wochen wieder möglich ist. „Marius spielt mit Sicherheit wieder stärker und auch die anderen Jungs müssen nun ihre Trainingsleistungen wieder im Wettkampf auf den Tisch bringen können“, ist Walter überzeugt. Dies gemeinsam zu tun, daran wird das Team bereits in der nächsten Begegnung gegen den saarländischen TTC Wehrden (Samstag, 17:00 Uhr, Sporthalle Nord) arbeiten müssen, um in die Erfolgsspur zurückzukehren.

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