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Pressemitteilung: DJK Sportbund Stuttgart – TSG Heilbronn 9:0

Regionalliga Südwest Tischtennis: DJK Sportbund Stuttgart landet 9:0-Kantersieg beim Heimdebüt

TSG Heilbronn beim Sportbund chancenlos

Toller Heimspielauftakt für das neu formierte Sportbund-Tischtennis-Regionalliga-Team: Mit dem höchsten Ergebnis, einem 9:0 nach gut zwei Stunden, schickte die Mannschaft aus dem Stuttgarter Osten die TSG Heilbronn wieder nach Hause. Die Mannschaft spielte wie aus einem Guss. Nach dem 3:9 zum Saisonauftakt in Wöschbach steht der Sportbund nun mit 2:2 Punkten im Tabellen-Mittelfeld. Am nächsten Wochenende wartet ein Doppelspieltag, der Weichen stellen kann: Am Samstag kommt Meisterschaftsfavorit Kaiserslautern in die Halle Nord, am Sonntag geht es zu Aufsteiger Gröningen-Satteldorf.„Habt Ihr solch einen Spielverlauf erwartet?“ Viele der knapp 100 Zuschauer fragten sich und die Verantwortlichen verwundert, wie dieser 9:0-Kantersieg einzuordnen ist. „Mit einem – auch klaren – Sieg hatten wir schon gerechnet, aber dieses 9:0 ist schon ein Signal, dass wir fit sind.“ Mannschaftsführer Thomas Walter freute sich, dass alle Team-Mitglieder einen guten Auftritt vor dem erwartungsfrohen Publikum hinlegten. Das hatte vor Spielbeginn mit einem Riesenplakat „Willkommen zu Hause“ das Motto fürs Spiel gesetzt. Mit Dauud Cheaib und Gabriel Gaa – der gegen Heilbronn ausnahmsweise nicht zum Einsatz kam – kehrten zwei Sportbundler aus Jugendzeiten zurück. Zudem wurden die Neuzugänge Sven Happek, Jonas Becker und Carlos Dettling herzlich empfangen. Und die dankten es mit einem Feuerwerk gleich zu Beginn im Doppel. Nachdem Dauud Cheaib/Alexander Frank erwartet, aber mit Mühe, gegen Majak/Krug gepunktet hatten, stellten Sven Happek/Bernd Müller mit einem sensationellen 3:0 über Heilbronns Spitzendoppel Mayer/Klosek die Weichen schnell auf Sieg. Jonas Becker/Carlos Dettling setzten hoch konzentriert nach. Nur 7 Einzelpunkte ließen sie ihren Kontrahenten Rau/Seimen. Dem 14-jährigen Dettling gelang bei seinem Regionalliga-Debut gar das Kunststück, gleich den ersten Satz in der vierthöchsten deutschen Spielklasse mit 11:0 zu gewinnen.

va1_31803:0-Doppelauftakt und Spitzenmann Cheaib demonstrierte im Anschluss die hohe Schule der Tischtennis-Kunst. Spin- und Blockbälle, Stops – alles war zu sehen. Gegen den ehemaligen Jugend-Mannschafts-Europameister Klosek, mit dem er sich seit zwei Jahrzehnten zig Male duelliert hatte, ließ er überhaupt keine Zweifel am Sieger aufkommen. Klosek blieben in den drei Sätzen lediglich 16 einzelne Punkte. Großes Spektakel am Nebentisch: In einer äußerst sehenswerten Begegnung graste Sportbunds Spielertrainer Happek (Foto) jeden Zentimeter der Spielbox ab, holte aus der Ballonabwehr teilweise unglaubliche Bälle und kämpfte Jugend-Nationalspieler Tom Mayer schließlich in einem dramatischen Fünfsatz-Spiel nieder – ein starkes Heimdebüt, für das sich Happek zurecht feiern lassen durfte. Weit weniger emotional ging es in den Partien des mittleren Paarkreuzes zu. Jonas Becker lieferte wie vor Wochenfrist erneut eine solide Vorstellung, beeindruckte durch athletisches Spiel. Beim 3:0 gegen Rau musste er zwar zweimal in die Verlängerung, siegte jedoch am Ende als der aktivere Spieler hoch verdient. Ebenfalls 3:0, aber noch knapper, behielt Alexander Frank gegen Majak die Oberhand. Der frisch gebackene Familienvater zeigte – wie seit 15 Jahren beim Sportbund – eine solide Vorstellung und zehrte von seiner großen Routine und dem hohen Spielpotential.

Weniger Routine als vielmehr jugendlicher Elan war nach dem Zwischenresultat von 7:0 gefragt. Der blutjunge Carlos Dettling agierte gegen Krug praktisch fehlerfrei und bewältigte die nicht leichte Situation bei seinem Debut gegen den spielerisch deutlich schwächeren Kontrahenten mit einer starken Leistung. Die Zuschauer dürfen auf das weitere Auftreten des Nachwuchstalents gespannt sein. Die Spannung ab fiel dagegen bei Bernd Müller, nachdem er in einem harten Fünfsatz-Fight gegen Seimen mit 11:8 die Oberhand behielt. Der 20-jährige Reserve-Mann aus dem 2. Sportbund-Team holte alles aus sich heraus. „Ich kann das Niveau nicht halten“, beklagte er zwar in den Satzpausen immer wieder die fehlende Konstanz. Am Ende ließ er sich vom begeisterten Publikum tragen und beendete unter großem Jubel das gesamte Match nach einer Leistungssteigerung.

Eine fulminante 9:0-Vorstellung eines attraktiv spielenden Sportbund-Teams fand damit sein positives Ende. „Wir müssen allerdings realistisch sein: Alle weiteren Spiele werden deutlich schwerer, dann zeigt sich erst, wie stark wir tatsächlich sind“, warnt Mannschaftsführer Thomas Walter. Bereits nächstes Wochenende wird es beim Doppelspieltag unter diesem Aspekt neue Erkenntnisse geben.

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