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Pressemitteilung: FT 1844 Freiburg – DJK Sportbund Stuttgart 9:5

Sportbund mit Fehlstart

Tischtennis-Regionalligist DJK Sportbund Stuttgart musste sich nach einer schwachen Leistung in den ersten beiden Stunden beim Konkurrenten im Tabellen-Mittelfeld, FT 1844 Freiburg, mit 5:9 geschlagen geben. Das Team aus dem Stuttgarter Osten musste krankheitsbedingt auf Alexander Frank verzichten. Mit jetzt 12:12 Punkten rutschte der Sportbund auf Platz fünf ab. In zwei Wochen steht nun das Heimspiel gegen den Vierten, TTC Wehrden, auf dem Programm.

Dauud Cheaib bleibt in der Rückrunde weiter ungeschlagen, konnte aber das 5:9 seines Teams in Freiburg nicht verhindern.     

„Das 0:3 in den Doppeln war am Ende entscheidend.“ Mannschaftsführer Thomas Walter blickt enttäuscht auf den Spielverlauf der Auswärtspartie im Breisgau zurück. „Nach dem 2:6 haben wir uns großartig gesteigert und noch einen Kampf auf Biegen und Brechen geliefert. Leider gingen die drei Fünfsatzspiele am Ende alle an Freiburg. Aber Du kannst dann halt bei solch einem Rückstand nur schwer alle knappen Spiele gewinnen.“ Die Gründe für den Fehlstart sind schwer nachzuvollziehen. Die Mannschaft war bereits zwei Stunden vor Spielbeginn vor Ort, sogar vor Hallenöffnung. Klar erkennbar war, dass fast alle Spieler große Schwierigkeiten mit dem Plastikball einer nicht gewohnten Marke hatten. „Der nimmt einfach deutlich weniger Rotation an“, analysierten die Sportbund-Spieler. Aber: Zu Spielbeginn kam Freiburg einfach mit den gegebenen Bedingungen besser zurecht, zeigte die klar besseren Leistungen – das zählt. Sage und schreibe einen einzigen Satz konnte das Sportbund-Team in den drei Doppeln gewinnen, und das, obwohl die Mannschaft im Saisonverlauf im Doppel die deutlich besseren Ergebnisse erzielte als im Einzel. Vor allem das Spitzendoppel Sven Happek/Jonas Becker, in allen Spielen bisher eine Bank, kam überhaupt nicht auf Touren, unterlag Hennig/Hugger chancenlos in drei Sätzen. Dann die Chance zum Anschluss: Nachdem Dauud Cheaib nach verlorenem Auftakt-Satz gegen den Schweizer Brugger doch noch klar gewonnen hatte, schien auch Jonas Becker gegen Freiburgs starken Top-Mann Luchner auf der Siegerstraße. 1:0 und 9:8 führte er bei Auszeit Freiburgs. Doch zwei große Chancen konnte er anschließend nicht verwerten und hatte fortan keine Chance mehr. Freiburg baute die Führung schnell auf 5:1 aus, als Hennig im Duell der Jugend- bzw. Schüler-Nationalspieler gegen Carlos Dettling doch deutlich die Oberhand behielt. Der formstarke Sven Happek konnte gegen Hugger mit viel Mühe in fünf Sätzen verkürzen, doch nach Michael Martes Dreisatz-Niederlage gegen Goetschi war der alte Abstand beim 6:2 für Freiburg wieder hergestellt. Marte war kurzfristig für den krankheitsbedingt fehlenden Alexander Frank eingesprungen.

Sollte es nun ein Debakel für den Sportbund in Südbaden geben? Diese Frage beantworteten die Stuttgart ganz klar und kämpften sich heran. Ab diesem Zeitpunkt gewann die gesamte Partie deutlich an Niveau. Gabriel Gaa setzte sich mit Glück und Geschick mit 11:9 im Entscheidungssatz durch. „Endlich mal eine knappe Partie durchgebracht“, kommentierte ein sichtlich erleichterter Gaa. Noch dramatischer machte es Sportbunds Spitzenmann Dauud Cheaib. Gegen den fehlerlos aufspielenden Luchner lag er 0:2 und 8:10 zurück – zwei Matchbälle für den jungen Freiburger. Doch Cheaib blieb eiskalt, wehrte die beiden Matchbälle ab und setzte sich anschließend erstaunlich klar durch. „Man konnte den beiden Spielern bei 10:10 fast ansehen, dass sich die Partie jetzt komplett dreht“, schildert Walter seinen Eindruck. Als dann auch noch Happek mit seiner Ballonabwehr-Taktig gegen Hennig Erfolg hatte und in drei sehenswerten Sätzen Erfolg hatte, schien die gesamte Partie zu kippen. Becker führte gegen Brunner bei Seitenwechsel im 5. Satz 5:3, vergab dann einen halbhohen Ball knapp. „Das hätte für uns der 6:6-Ausgleich werden können“, so Walter. Doch es kam anders. Brunner steigerte sich in der entscheidenden Phase, entschied den Satz mit 11:7 und brachte Freiburg mit 7:5 in Führung. Für Stuttgart kam es noch frustrierender. An beiden Tischen gingen die Schwaben mit 2:0 Sätzen in Führung. Doch weder Carlos Dettling (gegen Hugger) noch Gabriel Gaa (gegen Goetschi) entschieden ihre Begegnungen für sich. Dabei hatte Dettling im 5. Satz noch 9:8 geführt und ebenfalls eine Riesenchance liegen lassen. Gaa ging dagegen im Spielrausch von Goetschi in den Sätzen drei bis fünf regelrecht unter. Die über 100 Zuschauer bejubelten den Freiburger 9:5-Sieg.

Für das Sportbund-Team geht es jetzt darum, in zwei Wochen beim Heimspiel gegen Wehrden wieder in Bestform aufzulaufen. Dann besteht die Chance, den nach wie vor bestehenden Sechs-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz frühzeitig in den Klassenerhalt zu verwandeln.

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