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Pressemitteilung: Sportbund – Leiselheim 9:2, in Bad Rappenau 8:8

Hao Mu

Foto: Hao Mu blieb an seinem 35. Geburtstag ungeschlagen.

Geschafft: Das Team des DJK Sportbund Stuttgart wird auch in der kommenden Saison in der Tischtennis-Regionalliga antreten. Mit drei Punktgewinnen am Wochenende vergrößerte sich der Vorsprung auf den Relegationsplatz acht auf sieben Punkte. Diesen Rang nimmt der TV Leiselheim ein, den das Team aus dem Stuttgarter Osten deutlich mit 9:2 bezwang. Tags darauf gelang eine große Überraschung, als die Mannschaft nach viereinhalb Stunden ein 8:8-Unentschieden beim Herbstmeister TV Bad Rappenau erzwang.

Hao MuTischtennis-Regionalliga: Sportbund Stuttgart sichert Klassenerhalt mit drei Punkten am Doppelspieltag

Sportbund punktet beim Herbstmeister

Geschafft: Das Team des DJK Sportbund Stuttgart wird auch in der kommenden Saison in der Tischtennis-Regionalliga antreten. Mit drei Punktgewinnen am Wochenende vergrößerte sich der Vorsprung auf den Relegationsplatz acht auf sieben Punkte. Diesen Rang nimmt der TV Leiselheim ein, den das Team aus dem Stuttgarter Osten deutlich mit 9:2 bezwang. Tags darauf gelang eine große Überraschung, als die Mannschaft nach viereinhalb Stunden ein 8:8-Unentschieden beim Herbstmeister TV Bad Rappenau erzwang. Mit 15:9 Punkten kletterte der Sportbund nun auf Rang vier und hat mit 5:1 Punkten bislang eine glänzende Rückrunde gespielt.

„Das war heute leichter als in der Vorrunde.“ Sportbunds Spielertrainer Hao Mu blickte am Samstagabend zufrieden auf die Heim-Partie gegen den TV Leiselheim zurück. Vor Jahresfrist hatte sein Team in Rheinland-Pfalz mit einer starken Leistung lange kämpfen müssen, um einen zu hohen 9:3-Sieg zu feiern. Diesmal leisteten die Leiselheimer lediglich gut zwei Stunden Gegenwehr. Der Knackpunkt gleich zu Spielbeginn: Sowohl das Doppel Andreas Escher/Daniel Hartmann (gegen Pätzold/Ilchev) als auch Dennis Wiese gegen Leiselheims Spitzenmann Raphael Graf liefen einem 1:2-Satzrückstand hinterher. Doch beide Punkte gingen an Stuttgart. Vor allem Dennis Wiese musste alles aus sich herausholen, lag bei Auszeit im 4. Satz gar 1:4 hinten, um den Satz mit 11:9 im letzten Moment noch zu drehen. „Bei 1:5 habe ich die Partie schon abgehakt, aber ich bin ruhig geblieben“, so Wiese. Mit 11:7 siegte der baumlange Abwehrer über Linkshänder Graf, dem er in der Vorrunde noch 0:3 unterlegen war. Mit diesem Punkt zur 4:1-Führung des Sportbunds war die Moral der Gäste bereits gebrochen. Als dann auch noch Andreas Escher in einem fulminanten Spiel der vielleicht beiden laufstärksten Akteure der Liga gegen Pätzold einen 0:2-Satzrückstand umbog und unter dem Jubel der rund 50 Zuschauer in der Sporthalle Nord die Partie mit 3:2 gewann, war alles endgültig gelaufen. Lediglich Sportbunds neue Nummer sechs, Tim Kimmerle, musste sich noch Leiselheims Abwehrstrategen Ilchev mit 0:3 geschlagen geben. „In der Regionalliga direkt vor der Tribüne zu spielen, ist einfach wahnsinnig schwer“, deutete Kimmerle seine während des Spiels nicht abzulegende Nervosität an. Gemeinsam mit Mannschaftsführer Alexander Frank hatte er auch im Doppel gegen Graf/Kaiser mit 0:3 den Kürzeren gezogen. Doch das Sportbund-Team präsentierte sich in Topform: Hao Mu blieb an seinem 35. Geburtstag sowohl im Doppel als auch in beiden Einzeln ohne Satzverlust. Dem Spektakel mit Emotionen im ersten Einzel ließ Dennis Wiese ein überdeutliches 3:0 über Sauer folgen. Und auch Alexander Frank (3:1 gegen Kaiser) und Daniel Hartmann (3:0 über Dr. Krießbach) ließen nie Zweifel aufkommen, wer am Ende den Tisch als Sieger verlässt. Der 9:2-Heimsieg war perfekt. „Als wir die drei Spiele im 5. Satz gewonnen hatten, war der Weg zum Erfolg vorgezeichnet“, fasste Betreuer Thomas Walter die Partie zusammen.

Ein Erfolg ganz unerwarteter Art gelang dem Team beim Gastspiel im badischen Bad Rappenau am Sonntag. Die Gastgeber hatten bis dahin erst drei Punktverluste hinnehmen müssen, der Sportbund musste Andreas Escher beruflich bedingt ersetzen und brachte aufgrund des wichtigen Verbandsliga-Abstiegsduell seiner zweiten Mannschaft mit Hassan Hosseini die Nummer sechs seines Reserveteams. Und vielleicht ließ gerade diese Situation das Team noch enger zusammenrücken und in einer Art Alles-oder-nichts-Stimmung auftreten. Das Sextett, mit drei Eigengewächsen und dem seit Jugendzeiten beim Sportbund aktiven Alexander Frank angetreten, spielte sich zum Teil regelrecht in einen Rausch. Vor allem die drei Routiniers Hao Mu, Dennis Wiese und Alexander Frank boten zweitligareifes Tischtennis, holten fünf ihrer sechs Einzel – allesamt gegen vier ausländische Profis. Aber auch das Doppel Daniel Hartmann/Tim Kimmerle (mit einem 3:2 über Talavanov/Kappe) sowie Tim Kimmerle (beim 3:1 über Rau) wuchsen über sich hinaus. Auch Hassan Hosseini stand mit überragender kämpferischer Leistung beim 7:3 im 5. Satz gegen Rau kurz vor einem Einzelsieg, spielte dann jedoch einen Tick zu passiv und unterlag 9:11. „Seid Ihr mit dem 8:8 zufrieden?“, so die Frage des Pressevertreters. Die Antwort fällt geteilt aus: „Die Mannschaftsleistung war richtig gut, nach dem Spielverlauf war sogar noch mehr drin.“ Tatsächlich wogte das Spiel hin und her. Beim 7:5 und bei 8:7 standen die Stuttgarter kurz vor einem Sieg. Doch dem steht gegenüber, dass drei der vier Fünfsatz-Matches an den Sportbund gingen. Alles in allem also sicherlich ein gerechtes Remis. Für die Gäste punkteten schließlich die Doppel Hao Mu/Dennis Wiese (3:0 über Handl/Rau) und Hartmann/Kimmerle. Hao Mu blieb in der Rückrunde weiter ungeschlagen, nachdem er Angstgegner Rakov überdeutlich 3:0 bezwungen hatten, vergab er gegen Zavoral im 4. Satz drei Matchbälle, bevor er beim 7:7 im 5. Satz vier Punktgewinne folgen ließ. „Ich kann das nicht, solche Doppelspieltage“, taumelte der an seine Energie-Reserven gehende Dennis Wiese dem Spielende entgegen. Zuvor musste er einem äußerst stark auftretenden Zavoral beim 1:3 zum Sieg gratulieren, bevor er Rakov nach klarem Rückstand im 4. Satz noch mit 3:2 bezwang. Spektakulär der Punktgewinn zum 11:9 im 4. Satz, als er einen Schuss in seine Rückhand mit seinen 1,95 m Körpergröße fast waagrecht in der Luft liegend per Schnittabwehrball mit hohem Tempo Millimeter über das Netz zauberte. Rakov blieb verdutzt ohne Reaktion. Ganz starker Auftritt auch vom Kapitän Alexander Frank: In der Vorrunde noch in beiden Partien mit Matchbällen Verlierer, siegte er zweimal mit 3:1 über Talavanov und Handl. Besonders die Leistungssteigerung nach verlorenem ersten Satz und klarem Rückstand im zweiten Satz gegen Handl war äußerst bemerkenswert. Daniel Hartmann und Hassan Hosseini blieben im Einzel sieglos, Tim Kimmerle holte den so wichtigen Punkt zum 8:6. Erstaunlich klar mussten dann Hao Mu/Dennis Wiese – in dieser Saison im Doppel ungeschlagen – gegen die taktisch perfekt spielenden Zavoral/Rakov beim 0:3 den Punkt zum 8:8-Unentschieden abgeben.

Nun gilt es in einer Woche, diese starke Form beim Tabellendritten Neckarsulm erneut abzurufen.

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