Spieler des Jahres 2024 (1): Lucas Handrick

In der jetzt abgeschlossenen Vorrunde der Saison 2024/25, die für den Sportbund sehr gemischte sportliche Ergebnisse brachten, zeigten eine Reihe von Spielern herausragende Leistungen. Eine objektive Auswahl der/des Besten ist nicht möglich. So könnten unsere beiden Spitzenspieler Dauud Cheaib (19:1 Siege in der Oberliga) oder Alexandra Schankula (15:2 in der 3. Bundesliga) sicherlich einen Platz auf diesem Siegerpodest beanspruchen. Diesmal ist die Wahl auf zwei Akteure gefallen, die sich auch als Trainer sehr stark für den Verein engagieren. Heute der Erste im Porträt: Lucas Handrick …

Spieler der Vorrunde: Lucas Handrick

Großes Soziales Engagement

Er ist immer da. Wenn er mal nicht da ist, fehlt er. Lucas Handrick  ist einer der Menschen, die keinen Wirbel um sich machen, sich zurückhalten. Und dennoch brennt er für unseren Tischtennissport. Sein Pensum ist gewaltig: Zwei- bis dreimal die Woche engagiert er sich als ehrenamtlicher Jugendtrainer. Die große Gruppe anzuleiten oder gar die Kinder herumzuscheuchen ist seine Sache nicht. Vielmehr findet man ihn gleich am Eingang am „Sparringspartner-Tisch“. Dann spielt er jeweils ein oder zwei Kindern zwei Stunden lang die Bälle zu, mit viel Geduld. Seine Fehler kann man in dieser Zeit an einer Hand abzählen, jeder Ball geht auf den Tisch. Für die Kinder ist es die große Herausforderung, gegen diese „Wand“ zu bestehen. So wird für unseren Nachwuchs das Prinzip „Ball auf den Tisch“ zum Muss. Chef-Coach Dauud Cheaib kann bei dieser Spielidee nur begeistert sein.

Riesiger Leistungssprung

Ganz nebenbei steigt auch Lucas´ eigene Spielstärke permanent an. Seine Begründung verblüfft: „Jugendtraining zu geben und den Kindern den Ball zuzuspielen, bringt mir den Vorteil, dass ich ziemlich wenig Fehler im Spiel mache.“ Interessant ist, dass er damit ein Stück weit die These widerlegt, dass man nur gegen „Bessere“ trainieren muss, um selbst besser zu werden. Auch im Aktiventraining findet man ihn häufig mit Myrna (also minimal schwächer :-))und eingeladenen Freunden, die Anfänger sind. Und was hat noch zum persönlichen Aufschwung geführt? „Der Erfolg gegen Kristian [Sakac] im ersten Spiel gegen die Vierte hat mir viel Auftrieb und Selbstbewusstsein gegeben“, blickt Lucas auf den Beginn der Spielzeit zurück. Seitdem steht für ihn in der 5. Herren-Mannschaft eine sagenhafte 12:2-Bilanz in der Bezirksliga vorne zu Buche. In TTR-Punkten schlägt sich das nieder: 84 TTR hat er seit Saisonbeginn gutgemacht! “ Vor zwei Jahren habe ich noch Bezirksklasse Mitte gespielt.“ Lucas ist also der lebendige Beweis, dass man auch im reifen Alter von 25 Jahren große Leistungssprünge erzielen kann. Damit ist er in guter Gesellschaft: Die ebenfalls sehr gut trainierenden Kilian Gröber, Tom-Cedric Weinberger und Radovan Kolarski haben vergleichbare Sprünge nach oben gemacht.

Im Beruf wie in der Freizeit

Geduld ist das Naturell von Lucas. Eine Bombe könnte wohl neben ihm einschlagen, er wäre deshalb nicht aufgeregt. Deshalb bewahrt er auch die Ruhe, wenn Kinder mal schreien oder toben. Vermutlich hat ihn diese Fähigkeit auch zu seiner Berufswahl geführt: das Studium zum Lehramt Grundschule. „Zurzeit bin ich am Ende des Bachelor-Studiums.“ Lucas hofft auf einen erfolgreichen Abschluss, bevor er endgültig in den Schuldienst eintritt. Auch dort wird er immer da sein und keinen Wirbel um sich machen. Davon ist auszugehen. Und er wird sich an diesem wichtigen Ort der Kindererziehung stark engagieren. Auch davon ist auszugehen. Der Sportbund und seine (jungen) Mitglieder profitieren von Lucas ebenfalls genau in dieser Weise – sportlich und vor allem menschlich … Davon ist nicht nur auszugehen, dass ist definitiv so – danke, Lucas!

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