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Sportbunds Neuzugänge (4) – heute: Andrey Semenov

Mit 15 schon in der 2. Bundesliga

Rückblende, 1.12.2013: Der erst 15-jährige Andrey Semenov besiegt in der 3. Bundesliga-Partie TTC Grenzau 2 – Sportbund Stuttgart nacheinander Gabriel Gaa (3:1) und Daniel Hartmann (3:0). In der Rückrunde am 12.04.14 in der Halle Nord kam er dann an seine Grenzen, unterlag im vorderen Paarkreuz Hao Mu (0:3) und Dennis Wiese (1:3). Aber der Youngster zeigte eindrucksvoll sein Können. Seit nun 8 Jahren lebt der inzwischen 22-jährige Russe in Saarbrücken, trainiert dort zweimal täglich beim Bundesligisten.

Am Wochenende verbringt er jeweils die Trainingseinheiten bei dem Klub, für den er spielt. Beim Sportbund wird das an Spiel-Wochenenden jeweils von Mittwoch bis zum Spiel sein. Dazu ist vereinbart, dass Andrey an allen Trainingslagern teilnimmt. Dieses Gesamt-Engagement wurde dann auch zum entscheidenden Argument für die Verpflichtung von Andrey Semenov.

Er selbst möchte nach jetzt 7 Jahren 2. und 3. Bundesliga noch einmal eine Steigerung erzielen. „Ich sehe die große Chance, beim Sportbund in die 2. Bundesliga aufzusteigen.“ Seine weitere Motivation zum Verein aus dem Stuttgarter Osten zu wechseln, beschreibt er so: „Meine Motivation, zum DJK Stuttgart zu wechseln, war auch, dass die Fans bei den Heimspielen richtig gut abgehen. Und: Um den Klub herum sind viele Leute, die mir helfen können, das nächst höhere Niveau in meiner Karriere zu erreichen.“

Dass es Andrey nicht an Selbstbewusstsein fehlt, dokumentiert diese Prognose: „Mein Ziel ist, dabei zu helfen, dass das Team Champion der 3. Bundesliga wird.“ Eine Zeitangabe, bis wann, macht er dabei nicht. „Ich verfolge diesen Klub seit einer langen Zeit und hörte viele gute Dinge über den Sportbund. Diese gute Atmosphäre in der Halle, der gute Spirit im Team – ich mag das alles.“

Andrey startet von einem hohen Niveau aus. In der Vorrunde der 3. Bundesliga Nord spielte er vorne eine 8:7-Bilanz. Danach setzte es 6 Niederlagen – allerdings zeigen die Ergebnisse von jeweils 0:11 in allen Sätzen die Ursache: Andrey hatte sich um den Jahreswechsel die rechte Hand gebrochen. Jetzt ist wieder alles in Ordnung. So musste er in der Rückrunde einen Rückgang seines TTR-Wertes von 2.266 auf 2.234 Punkte hinnehmen. Sein zukünftiger Mitspieler im vorderen Paarkreuz, Dauud Cheaib, ist von den Fähigkeiten des stärksten Sportbund-Zugangs überzeugt: „Die 3. Bundesliga Nord ist vorne deutlich stärker als die Süd-Liga. Da haben letzte Saison Leute wie Philipp Floritz, Michael Servaty, Thomas Keinath, Constantin Cioti, Roko Tosic, Evgueni Chtchetinine und Lars Hielscher gespielt – alles ehemalige 1. Liga-Spieler. Da sind 8:7 Siege schon stark.“

Und mit 22 Jahren sind noch einige Steigerungen möglich. Begonnen hat der der kleine Andrey mit 8 Jahren in seinem Heimatland. Die russische Rückhand-Schule ist unverkennbar. In Deutschland spielte er für den TTC Grenzau 2, den TTC Wehrden, den 1. FC Saarbrücken 2 und den TTC Lampertheim. Im Einzel erzielte er seine größten Erfolge als russischer Jugend-Meister, Sieger der offenen Belgischen Junioren-Meisterschaften im Einzel und Doppel. Er gewann zudem die French Junior open im Doppel und Russlands Junior-Top 24- und Top 12-Sieger. Eine beeindruckende Titel-Sammlung.

Der ledige Youngster setzte seit jungen Jahren auf das Tischtennis-Profitum, beendete aber „nebenbei“ die Wirtschafts-Uni in Russland – um für später vorzusorgen. Seine Hobbys sind Tennis, Kino, Sauna und Play-Station.

In wenigen Wochen geht es los mit dem Sportbund-Team. Am 12. September reist er mit dem Quartett zum Auftakt nach München, zu den Bayern. Er wünscht sich: „Die Atmosphäre im Team sollte gut sein, alle sollten Spaß haben, alle sollten während des gesamten Spielverlaufs heiß sein und sich gegenseitig helfen.“ Da decken sich die Vorstellungen aller Sportbundler mit denen von Andrey – der bekannte Sportbund-Spirit kann so sprühen. Alles Gute für Dich, Andrey, beim Sportbund!

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