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Umfrage: Was machen ehemalige SB-ler? Heute: Alina Welser (Nr. 41)

Alina kann das Leben auch genießen

Alina Welser (22 Jahre) machte ihr letztes Spiel für uns Im April 2017 in der Regionalliga.  Mit Tischtennis begonnen hatte sie mit mit ca. 11 Jahren beim SV Rißegg; kam dann über den TSV Laupheim, den TSV Herrlingen und die DJK Kolbermoor zu uns. Das heißt, sie hat langjährige Vereinserfahrung.

Alina war sehr ehrgeizig und motiviert, dazu talentiert und zuverlässig. Alles Eigenschaften, die sie nun auch beruflich gut nutzen kann. Sie ist aktuell im erweiterten Landesvorstand der Grünen in Rheinland-Pfalz engagiert.

Spielst Du noch Tischtennis?

Nein, ich habe nach meinem letzten Spiel mit dem DJK keinen Schläger mehr in der Hand gehabt.  Das heißt aber auf keinen Fall, dass ich meine Tischtenniszeit bereue, im Gegenteil ich habe sie sehr positiv in Erinnerung. Es war nur so, dass ich zu der Zeit begonnen hatte, mich immer mehr politisch und gesellschaftlich zu engagieren und ab einem gewissen Zeitpunkt beides zeitlich nicht mehr möglich war. Nach jahrelangem Training und Wettkampfsport hat mich dann doch das „Diskutieren“ und die Möglichkeit, die Gesellschaft in politischen Gremien mit zu formen, sehr gereizt.

Alina, nach ihrem Wechsel zu uns zur Saison 2016/17

 

Wie fandest Du die Zeit beim Sportbund im Rückblick?

Meine Tischtenniszeit habe ich unheimlich positiv in Erinnerung. Ich muss manchmal etwas schmunzeln, wie ehrgeizig ich damals war (obwohl man nicht gerade sagen kann, dass ich jetzt bedeutend weniger ehrgeizig bin :D). Aber trotzdem sieht man in der Retro-Perspektive einiges, was man damals als junge Leistungssportlerin als „lebensentschiedener“ Sieg oder Niederlage gewertet hat, deutlich gelassener.  Ich glaube, die Leistungssport Zeit und auch die Zeit beim DJK haben mich geprägt und zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Ich habe, und das sage ich heute noch oft, nie mehr so viele disziplinierte Menschen erlebt, wie im Leistungssport. Und das meine ich rein im Positiven, ich bin heute noch fasziniert von der Hingabe, die wir damals hatten.

 

eichner wohlfart welser moedingerDamen 2016/2017:Anja Eichner, Ellen Wohlfart, Alina Welser, Ronja Mödinger (v. l.)

 

Engagierte und hilfsbereite Menschen. Das sind die zwei Beschreibungen, die mir sofort zum Sportbund einfallen. Ich glaube, ein Verein lebt vom Engagement und das habe ich beim Sportbund immer sehr sehr stark erlebt und fand es immer sehr bewundernswert. Ich wurde auch von Anfang an mit offenen Armen empfangen, ihr habt immer geschaut, dass ich einen Schlafplatz in Stuttgart hatte und so weiter. Das war einfach ein sehr gutes Gefühl!

 

Verfolgst Du noch, wie es beim Sportbund läuft?

Ich verfolge generell nur noch sehr selten Tischtennisergebnisse. Vor einiger Zeit hat mich aber die Neugier gepackt und ich habe mal gegoogelt wie eine Verrückte (ich konnte echt nicht mehr aufhören), was die Tischtenniswelt heute eigentlich macht. Dabei bin ich auch auf die Aktion von Euch gestoßen und ein paar Tage später hatte mich Stefan Molsner angeschrieben. Was für ein Zufall!

 

Was willst Du sonst noch sagen?

Bleibt so engagiert wie ihr seid! Ich glaube, das ist ein unglaublich wichtiger Beitrag für die Gesellschaft! Und auch einfach so, finde ich eine Gemeinschaft, wie ihr sie habt, so einen starken Zusammenhalt und ein nettes Miteinander einfach unheimlich wertvoll. Denn, das ist es, was das Leben im Endeffekt ausmacht, was es lebenswert macht! Und das sollte man nie vergessen.

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