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Umfrage: Was machen ehemalige SB-ler? Heute: Daniel Karatovic (Nr. 35)

Daniel Karatovic (48 Jahre) hat als 13-Jähriger am Schickhardt-Gymnasium mit Tischtennis bei DJK-Stuttgart-Süd angefangen. Er war ehrgeizig und biss sich zunächst gegen starke Konkurrenz innerhalb des Vereins und seiner Schulkasse durch, die teilweise etwas jünger war als er und früher angefangen hatte. Stefan Molsner erinnert sich: „Ich weiß noch, wie traurig er war, als es das Team des Schickhardts ohne ihn mit 6 DJK-lern drei Mal in Folge nach Berlin zum Finale des Wettbewerbs „Jugend-Trainert für Olympia“ schafften (1986-88). Oder an das legendäre Schulfest des Schickhardt-Gymnasiums, als er mit Marek Danhel zum Schaukampf antrat, unterstützt von Konrektor Walter Stößer, der im Unterhemd die beiden durch die Halle scheuchte.“

Dann, in der Jungen-Verbandsklasse, so um 1990 rum, schaffte er mit einem Sieg über Daniel Horlacher vom TSV Niedernhall, seines Zeichens immerhin einer der zwei, drei besten Deutschlands in der Jugend, den Durchbruch.“

Kurz Danach wechselte er mit Molsner zum Sportbund, spielte in der 1. Herren-Mannschaft und begeisterte Mitspieler und Fans. Zwecks Studiums zog er 1993 nach Frankfurt, reiste zunächst noch ab und zu am Wochenende für ein paar Spiele nach Stuttgart. Ohne Training gab es natürlich ordentlich auf die Mütze – das Ende seiner TT-Karriere.

 

Daniels altes Spielerpassbild Mitte der 80er-Jahre

 

Spielst Du noch Tischtennis?

Einen neuen Verein habe ich mir damals nicht gesucht. Stattdessen lotste mich ein Kommilitone in seinen Fußballverein, in dem ich auch recht erfolgreich war. Mittlerweile bin ich Sportlehrer – so bleibe ich dem Sport verbunden.

Tischtennis habe ich aber nicht ganz verlernt. Als Lehrer eines Gymnasiums Nähe Frankfurt zocke ich Schüler/innen, die eine große Klappe haben, regelmäßig ab. Ein paar Tricks habe ich also noch drauf 😊

Mit meiner „Jugend trainiert für Olympia“-Mannschaft scheiterte ich vor zwei Jahren im Finale des hessischen Landesentscheids gegen eine Sportschule. Schade, der Traum von „Olympia“ wurde also nie wahr.

 

Wie fandest Du die Zeit beim Sportbund im Rückblick?

Die Zeit beim Sportbund wird mir immer in Erinnerung bleiben. Leider weiß man vieles erst später zu schätzen, wenn man die Zeit Revue passieren lässt.

Daniel (rechts) hier 2003 bei seinem Besuch nach 10 Jahren beim Weihnachts-Mini-Turnier mit Magnus Mößner und Felix Friedrich

Was den Sportbund wesentlich ausgemacht hat, ist die Gemeinschaft. Damals gab es bei weitem nicht so viele Mitglieder, aber es war zu spüren, dass alle an einem Strang ziehen. Die Zeit beim Sportbund war grandios. Die Reisen zu Spielen und Turnieren war immer spannend. Einer aus der Truppe stand immer auf dem Podest (ich zu selten). An den Turniererfolg in Nierstein erinnert sich sogar meine Mutter, da ich zu ihrer Überraschung und Freude drei Kisten Wein anstatt eines Pokals nach Hause brachte. Heute wohne ich in einem Vorort von Mainz und weiß diese Weingegend zu schätzen 😊

Oft waren aber die Ergebnisse gar nicht entscheidend, sondern die gemeinsam verbrachte Zeit mit lustigen Leuten.

Meine Erinnerung ist verblasst, aber an die Anfangstruppe mit Klaus Miethke (was macht der eigentlich?), Knobi (Andreas Beyer), Alexander Wache, Felix Friedrich, Igor Klemenc, Thomas Walter und den diversen Tschechen, die 1.000 km one way übers Wochenende zu den Spielen anreisten (sorry, falls ich jemanden nicht erwähnt habe), erinnere ich mich gut. Und auch an die Heimspiele mit gut gefüllter Ostheimer Halle.

Dauud Cheaib, Stepke (Stefan Krieger) und Georgios Papadopoulos waren zu der Zeit noch Knirpse, die gerade so über die Platte schauen konnten. Wenn ich lese, wie erfolgreich sie waren bzw. sind, dann ziehe ich meinen Hut.

Den Hut ziehe ich aber vor allem vor den Machern im Hintergrund! Sicherlich sind da viele, die ich nicht kenne, aber Stefan und Thomas haben sicherlich auch noch die Fäden in der Hand.

 

 

Daniel, hier ca 2003 beim Schmökern in den EER

 

Verfolgst Du noch, wie es bei uns läuft?

Heute verfolge ich eher passiv, was so im Verein läuft, freue mich aber immer, wenn Stefan mir einen interessanten Link schickt oder einen Artikel abfotografiert.

 

Was willst du sonst noch sagen?

Mit Frau und zwei Kindern ist es nicht so einfach, mal nach Stuttgart zu reisen und die alten Kumpels zu sehen. Ich würde mich aber riesig über ein Ehemaligentreffen freuen. Vielleicht lässt sich das mal organisieren, wenn der ganze Corona-Kram vorbei ist. Einen kroatischen Schnaps würde ich zum Wiedersehen auf jeden Fall in der Tasche haben.

Sein ganzer Stolz: seine zwei Kinder!

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