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Nachbetrachtung: TV Stammheim – 4. Jungen U18

Seit über einem Jahrzehnt leitet er die Jugendarbeit beim TV Stammheim: Martin Lambrecht (Foto: bei der „Stammi“-Verleihung) blickt in seiner Weise auf das Bezirksliga-Jungen-Spiel von letzten Donnerstag zwischen Stammheim und der 4. Jungen des Sportbunds zurück: „Ein fast normaler Wettkampf, Meisterschaftswettkämpfe TV Stammheim – Sportbund Stuttgart bergen immer etwas Besonderes und Unerwartetes. Ein auf einen Wochentag vorverlegtes Spiel, auch das gibt es, nicht nur Nachverlegungen, wenn die Parteien willens sind, brachte mir als Trainer, Betreuer und Organisator eine wohltuende Bestätigung, wie schön, spannend und befriedigend der Tischtennissport sein kann.“

LambrechtDas SB Team um Mannschaftsführer Jens Neubert ist die vierte Jugendmannschaft und liegt punktgleich mit positiver Punktebilanz mit Stammheim in vorderen Tabellenfeld der Bezirksliga. Den Spagat den ich auszuhalten habe war dem Umstand geschuldet, ich leite das normale Training und soll gleichzeitig das Match leiten. Ich bitte daher die trainierenden Kinder heute zurückhaltender zu agieren um das Spiel nicht zu stören. Normales Training und Spiel passen eher nicht zusammen.

Beide Teams kennen sich ja gut und nehmen das Spiel ernst. SB bringt sogar einen ehemaligen Stammheimer Jan Rahle als Fan mit, der sich auch gleich bereit erklärt den Part des Zählschiedsrichters zu übernehmen. Stammheim muss einen Spieler als Ersatz aufbieten was so im Vorfeld geplant war. Der Ersatzmann Jan Twardowski von U 15 I durfte wegen seines Trainingseifers zur Belohnung einen Einsatz bei U 18 I ableisten. Um das vorweg zu nehmen. Jan hat für seine Verhältnisse überragend gespielt und den Einsatz mehr als gerechtfertigt. Auch wenn er nicht gewonnen hat, sein Kampfgeist und Engagement während des Matches hat die Kollegen mitgerissen. In Stammheim ist es üblich, dass Freunde und TT interessierte Jugendliche mit ins Training kommen. So standen mittlerweile ein Dutzend Jugendliche an den Tischen und nahmen regen Anteil am sportlichen Geschehen. Das Match entwickelte sich nämlich bei wechselnder Führung zu einem Krimi. Das normale Training stellte sich von selber ein. Alle blickten interessiert dem sportlich hochwertigen Spiel zu, übernahmen die Schreibtätigkeiten oder waren Zählschiedsrichter oder coachten von außen. Hervorzuheben ist die absolute Fairness von allen Beteiligten. Strittige Störbälle wurden sofort annulliert, keine unangenehmen Anfeuerungen, alles im Grünen Bereich.

Keiner verlies die Halle, Jeder wollte mitkriegen wie das Match endetet. Gästespieler, die zum nachfolgenden Herrenspiel in die Halle kamen waren ebenso von dem spannenden Match der tüchtigen Jugendlichen angetan und warteten geduldig das Ende kurz vor 20 Uhr ab. Als am Ende ein gerechtes Unentschieden zu Papier stand, sah ich nur lockere und entspannte Spieler. Der wahre Sieger war der Tischtennissport. Dank allen Beteiligten für das sportlich einwandfreie Auftreten, der faire und respektvolle Umgang mit dem Gegner und das freundschaftliche Auseinandergehen per Handschlag. Dieses Spiel mit allen Begleiterscheinungen werde ich nie vergessen.

Martin Lambrecht, Sportlicher Leiter TV Stammheim

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