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Pressemitteilung: TTC Wöschbach – DJK Sportbund 9:3

Beim Favoriten dreieinhalb Stunden gewehrt

Große Bühne zum Saisonauftakt: Knapp 100 Zuschauer in der kleinen Sporthalle in Wöschbach (bei Karlsruhe) verfolgten das Tischtennis-Regionalliga-Duell zwischen dem heimischen TTC Wöschbach und dem letztjährigen Drittligisten DJK Sportbund Stuttgart. Die hoch ambitionierten Gastgeber siegten nach dreieinhalb Stunden gemessen an den Leistungen etwas zu deutlich mit 9:3. Trotz der Niederlage kann dieser Start für das Team aus dem Stuttgarter Osten als gelungen bezeichnet werden. Alle vier eingesetzten Neuzugänge zeigten eine gute Leistung.

Foto: Starker Einstand beim Sportbund – Jonas Becker zeigte, dass er eine Verstärkung ist.

teamfoto1„Da hätten wir mehr rausholen können“, zeigte sich Sportbunds neuer Spielertrainer Sven Happek nach dem Marathon-Duell enttäuscht. Und in der Tat war angesichts von drei Fünfsatz-Niederlagen mehr drin. Zudem gelang Ersatzmann Dapo Akiode beim Zwischenstand von 5:3 für die Gastgeber in seinem Duell mit Stusek überhaupt nichts, so verpasste er die Chance, sein Team nochmals auf 4:5 heranzubringen. Sportbunds Mannschaftsführer Thomas Walter bilanzierte nach dem Spiel: „Uns ist an den Positionen eins bis drei kein `Break´ gelungen, das sind die Wöschbacher sehr stark. An vier bis sechs habe ich uns stärker gesehen, aber leider kam es da nicht mehr zum zweiten Durchgang.“

Manko auf Stuttgarter Seite waren die Doppel zum Auftakt: Das neu gebildete Spitzendoppel Dauud Cheaib/Sven Happek blieb ohne Satzgewinn gegen Fu Yong/Stusek. Auch Jonas Becker/Daniel Hartmann unterlagen erwartungsgemäß gegen Mazunov/Husnik mit 0:3. Erst Sportbunds Doppel drei, Dapo Akiode/Gabriel Gaa, bäumten sich nach verlorenem Auftaktsatz gegen Troka/Füllner auf und verkürzten mit ihrem 3:1-Sieg auf 1:2 aus Gästesicht. Tragische Figur auf Sportbund-Seite war am Samstagabend Dauud Cheaib. Der Neuzugang und gleichzeitig Rückkehr, der mit neun Jahren das Tischtennis-ABC beim Sportbund gelernt hatte, lieferte in beiden Einzeln Sport vom Feinsten, unterlag gegen zwei starke Profis der Wöschbacher. Zunächst holte er gegen Fu Yong einen 0:2-Satzrückstand auf, verkürzte dann ein 2:8 im 5. Satz auf 7:8, bevor der clevere Chinese mit einem spektakulären Vorhand-Zieher konterte und das Spiel mit 11:8 für sich entschied. In Einzel Nummer zwei umgekehrte Vorzeichen für Cheaib: Gegen den ehemaligen Vizeweltmeister im Doppel, Dimitri Mazunov, gewann er die ersten beiden Sätze. Doch der russische Routinier hielt dagegen und gewann das mit vielen hochklassigen Ballwechseln gespickte Duell mit 3:2. In Satz vier stand Cheaib bei 10:10 zwei Bälle vor dem Matchgewinn.

Auch Sportbunds neuer Spielertrainer Sven Happek lieferte den gleichen Konkurrenten enge Spiele. Besonders Mazunov musste beim Viersatzsieg im wahrsten Sinne alles aus sich herausholen, um Happek zu besiegen.  Symptomatisch: Nach eine Rally von über 40 Schlägen, als Happek in der Ballonabwehr stand, nahm Mazunov eine Auszeit – er bekam schlicht und einfach keine Luft mehr. Der verletzte Dennis Wiese als Zuschauer und Betreuer anerkennend: „Das war der beste Ballwechsel, den ich je gesehen habe.“ Dies brachte Happek ebenso wie sein knappes 0:3 gegen Fu Yong jedoch keine Punkte. Auch im mittleren Paarkreuz stand dem Sportbund mit Wöschbachs Neuzugang Husnik ein unüberwindbares Hindernis im Weg. Der Tscheche besiegte zunächst den stark aufspielenden Daniel Hartmann mit 3:0, wobei dieser in zwei Durchgängen jeweils Satzball hatte. beckerIm Duell gegen Sportbunds Neuzugang Jonas Becker (Becker) musste Husnik dann alle Register ziehen. Nachdem Becker ein 0:2 egalisierte hatte, steigerte sich Husnik und produzierte im 5. Satz nur noch einen einzigen Fehler, siegte 11:4. Zuvor hatte Becker den starken Polen Troka mit 3:1 besiegt, dabei gezeigt, welches Potential in ihm steckt. Becker danach: „Nach der kurzen Vorbereitung bin ich zufrieden.“ Er war erst wenige Tage zuvor von einem halbjährigen Studien-Auslandsaufenthalt zurückgekommen.

gaaNicht die erhoffte Punkt-Ausbeute holte der Sportbund im hinteren Paarkreuz. Zwar gewann Rückkehrer Gabriel Gaa (Foto) mit einem 3:1-Arbeitssieg gegen Füllner. Dabei holte er vorentscheidend einen Fünf-Punkte-Rückstand im 3. Satz auf. Doch Dapo Akiode fand gegen Stusek in keiner Phase zu seinem Spiel, war nach dem glatten 0:3 tief enttäuscht. Mit ähnlichem Gefühl verließ auch das Sportbund-Team nach der – zu hohen – 3:9-Niederlage die Halle. Berücksichtigt man die gezeigten Leistungen und das Niveau Wöschbachs, die zu den drei Top-Teams der Liga zählen, relativiert sich die Bilanz.

Sven Happek kämpferisch: „Nächste Woche gegen Heilbronn muss der erste Sieg her.“ Am Samstag steht dann um 17:30 Uhr das erste Heimspiel auf dem Programm. Dann werden auch die diesmal fehlenden Alexander Frank und Youngster Carlos Dettling mit von der Partie sein.

 

 

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