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Pokémon GO beim DJK Sportbund Landshut

Sebastian Kübler

Vielleicht wurde ja Pokémon GO während des 26. Wittmann-Recycling Burg-Trausnitz-Turnier 2016 in Landshut gespielt – aber zählbare Erfolge wurden nicht bekannt. Vielmehr hat sich der Feuchte Münchner auf den weiten Weg gemacht um an diesem internationalen Turnier ein paar Level Tischtennis zu spielen.
(Selbst-Erfahrungsbericht von Basti Kübler)

IMG_20160716_152552_smallDie Landshuter Turnierleitung war von Anfang an etwas auf Krawall gebürstet. Auf die Frage, ob man denn als DJK Sportbund Stuttgart Mitglied einen Rabatt auf die Teilnahmegebühr erhalten könne, wurde forsch begegnet: “Aber natürlich. Macht dann 8 Euro”. Dazu muss man wissen, dass alle Teilnehmer 8 Euro zahlen mussten. Durch diese unbedachte Aussage wurde dann das erste Ziel des Tages festgelegt: Alle Landshuter rauskegeln.

Fairerweise muss man aber sagen, dass die Begrüßung in der tollen Halle wirklich sehr herzlich war und dem Feuchten Münchner sogar der stärkste Teilnehmer im Feld als Doppelpartner vorgeschlagen wurde. Dieses Angebot wurde dann nach kurzem Überlegen als akzeptabel angenommen und ein Mitstreiter zum rauskegeln ward gefunden.

Die erste Begegnung sollte nun beginnen und nach Sichtung der gegnerischen Waffe wurde der Tagesplan kurz umgestellt: “Ok, der hat kurze Noppen RH und lange Noppen VH. Das wird ein kurzes Turnier. Fahr ich halt früher zum Grillen”. Aber, nach ein paar In-App-Käufe wie “Spielanalyse” und “HauDraufWasGeht” konnte der erste Gegner erfolgreich bezwungen werden und der Health- sowie Motivationsbalken war auf vollem Anschlag. Grillen muss warten. Die weiteren vier Gruppen-Level verliefen auch erfolgreich – inklusive zwei Landshutern, die als Bonus-Level rausgekegelt wurden.

Nun sollte das Doppel-Level beginnen und der Feuchte Münchner sowie sein Mitstreiter Johannes kämpften sich erfolgreich durch das erste Spiel im fünften Satz. Die Nördlinger wollten das Spiel nicht einfach so hergeben und kämpfen sehr hart. Danach gab es ein weiteres Bonus-Level mit zwei Landshutern, die sich aber nicht so ganz an den Rauskegel-Plan gehalten haben. Die beiden Routiniers aus Landshut bezwangen das frisch erstelle Duo im fünften Satz – vermutlich durch In-App-Käufe wie “UltraUnterschnitt” und “FindeDieSchwächenDerAnderen”. Dennoch ein tolles Spiel und Glückwunsch an die beiden Kontrahenten, die dann auch das Doppel-Level gewannen.

Dadurch wurde blöderweise der Rauskegel-Plan ein wenig zur Makulatur. Aber, dank einer weiteren frechen Aussage, Widderrum durch die Turnierleitung, man sei gerade so mit den drei verlorenen Sätzen (15:3) in das K.O.-Level eingezogen, wurde der Rauskegel-Plan erneuert und mit dem In-App-Kauf “JetztAber” verstärkt. So half dem ersten Landshuter dann auch das Add-On AntiTop nichts und das Halbfinal-Level konnte erreicht werden. Zwar war der Healthbalken ein bisschen weniger geworden, aber der Motivationsbalken ging über die Anzeige hinaus.

Die Landshuter Turnierleitung, die vermutlich von dem Rauskegel-Plan erfahren hatte, bot nun ihre Geheimwaffe auf: Mit weiblichem Charm sollte der Feuchte Münchner abgelenkt werden. Und die Geheimwaffe konnte draufhauen wie ne Irre. Aber, und das wussten die Landshuter nicht, der Feuchte Münchner hatte schon vor langem “AntiDraufHau” installiert und reichlich mit den Stuttgarter Mädels geübt. So ließ er sich nicht ablenken und kegelte die sehr gut spielende Maria als letzte Landshuterin aus dem Rennen. Rauskegel-Plan erfüllt, es gab keine Landshuter mehr 😉

Auf der anderen Seite des K.O.-Levels hat natürlich der Johannes die anderen Landshuter rausgekegelt. Sehr gut den Plan erfüllt. Ok, war zwar nicht sein Plan, aber egal. Lassen wir gelten.

Nun kam es wie es kommen musste: Der Johannes stand als Endgegner fest und das sollte kein leichter Gegner werden. Eine Million Punkte Vorsprung – gefühlt.
Die ersten vier Sätze des Finals der Herren E waren dann recht ausgeglichen – mal gewann der eine, mal der andere. Nun ja, eigentlich wurde um jeden Punkt verbittert gekämpft und der Johannes lief in Höchstform auf.
Zu Beginn des fünften Satzes kaufte er dann vermutlich “UltraTurboJetztHauIchDenBlödenTypenWeg” und dies zeigte sich doch recht deutlich in einer 7:3 Führung für Johannes.
Abeeeeeer, der Sebastian Kübler, seines Zeichens ITler, hackte sich in die App vom Johannes und plötzlich stand es 9:11 uuuuuund Game Over.

Zum Glück hats keiner gemerkt 🙂

Fazit: Ein tolles Turnier, frische Semmeln (Wecken), starker Kaffee, nette Verkäuferinnen, mit allen Mitstreitern konnte man sich fabelhaft unterhalten, die Turnierleitung war, entgegen meiner Darstellung, sehr nett und haben das Turnier perfekt organisiert. Dank auch an die Nördlinger, die mit einer stattlichen Truppe da waren sowie an den Sponsor Wittmann Recycling. Vielen Dank! Und, an den Johannes, der bei meinem Rauskegel-Plan geholfen hat: Den nächsten Endgegner holst Du Dir.

Auf zum Grillen…

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