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Pressemitteilung: Sportbund bezwingt Tabellenschlusslicht Wohlbach 6:2

VA1_Alex Frank

Großer Schritt zum 3. Liga-Klassenerhalt

In einem „Vierpunkte-Spiel“ der Tischtennis 3. Bundesliga Süd siegte das Team des DJK Sportbund Stuttgart (Foto: Alex Frank) gegen den TTC Wohlbach aus Bayern mit 6:2. Vor lediglich 50 Zuschauern in der Sporthalle Nord zeigte die Mannschaft aus dem Stuttgarter Osten zum vierten Mal in dieser Saison eine starke Leistung und hat mit diesem Sieg gegen den punktlosen Tabellenletzten bereits sechs Punkte Abstand auf die Abstiegsplätze gelegt.

VA1_Alex Frank„Das ist ein ganz wichtiger Sieg“, kommentierte Sportbunds Spielertrainer Hao Mu denn auch den in knapp drei Stunden erzielten Erfolg. Alle im Team wissen: Gegen vier Mannschaften der neu gegründeten 3. Liga Süd stellt der Sportbund eine gleichwertige Mannschaft, gegen drei von ihnen wurde nun im Ergebnis klar gewonnen. Die anderen fünf Teams der vorderen Tabellenhälfte sind mit ihren Profis normalerweise zu stark für die Stuttgarter. Entsprechend konzentriert ging der Gastgeber von Beginn an zu Werke. Überraschung im Doppel-Aufstellungspoker: Die Gäste verzichteten auf ihre Nummer eins, Grozdanov. So sicherten die Sportbundler Hao Mu/Dennis Wiese mit ihrem 3:0 gegen Seidel/Forkel schnell die Führung. Am anderen Tisch zeichnete sich bereits eine Vorentscheidung ab. Doch beim Stand von 8:6 im 5. Satz für Alexander Frank/Daniel Hartmann retteten sich die Wohlbacher Christ/Förster noch mit einem Time-Out und siegten etwas glücklich 11:9 – der Ausgleich zum 1:1. Doch dann brannte das vordere Paarkreuz des Sportbunds wie so häufig in dieser Saison ein Feuerwerk ab. Hao Mu musste gegen den rückhand-starken Christ alles aufbieten, um am Ende 3:1 zu siegen. Mit dem gleichen Resultat gelang Dennis Wiese ein nicht erwarteter „big point“ gegen Grozdanov. „Das hätte ich nie gedacht, ich habe bisher immer verloren, stand gegen ihn 0:6“, freute sich Wiese unbändig. Mit seinem aggressiven Vorhand-Topsinspiel aus der Abwehr heraus überraschte er seinen Kontrahenten ein ums andere Mal und entschied die Partie am Ende sogar klar in vier Sätzen für sich.

3:1-Führung also zur Pause, bevor Alexander Frank wieder einmal eine ganz souveräne Vorstellung gab, Forkel in drei allerdings knappen Sätzen letztlich keine Chance ließ. In einem größtenteils per Topspin-Duellen entschiedenen Spiel war er der etwas sicherere Spieler. Sicherheit und Konstanz waren auch die Faktoren bei der Entscheidung der Begegnung zwischen Daniel Hartmann und Förster. Erst Mitte des 3. Satzes fand der Stuttgarter zu einem kontrollierten Spiel, kämpfte sich stark in die Begegnung. Als er mit immer mehr Aggressivität auch im 4. Satz zwei Punkte in Führung ging, deutete viel auf einen 5. Satz. Doch Förster wehrte mit viel Routine einen Satzball ab und siegte mit 13:11.

Auf 5:2 baute der in dieser Saison erst einmal geschlagene Hao Mu die Führung aus, als er die Initiative in fast jedem Ballwechsel gegen Grozdanov an sich riss. Nur im 2. Satz gab es einen kleinen Hänger bei Sportbunds Nummer eins, doch mit Ruhe und Gelassenheit nahm er das Heft anschließend souverän wieder in die Hand. Ganz anders die zweite Partie im vorderen Paarkreuz, die von großer Hektik und vielen Diskussionen um die Aufschlagregel geprägt war. Beide Spieler, der Schiedsrichter und die Zuschauer beider Teams befanden sich ab Satz vier in einer hitzigen Atmosphäre. Wesentlich höher das sportliche Niveau in dieser interessanten Auseinandersetzung Wieses Abwehr gegen Christs Rückhandspinbällen. Das dramatische Spiel wogte hin und her: In Satz vier wehrte Christ zwei Matchbälle ab, in Satz fünf ebenso Wiese, bevor der Stuttgarter Mannschaftsführer mit 12:10 den Sack zumachte und den 6:2-Siegpunkt für den Sportbund sicherte.

In einem engen Mannschaftsspiel passierte das, was häufig in Duellen zwischen Teams mit starker und solchen in schwacher Form geschieht. „Bei uns läuft es einfach nicht“, haderte ein Spieler aus Wohlbach, dessen Team sich weit mehr als die bisher erzielten 0:10 Punkte erhofft hatte. Dagegen spielt Sportbunds Drittliga-Team zurzeit am Limit und kann nun am 8. November zu Hause – vor hoffentlich wieder größerem Publikum – gegen Bietigheim-Bissingen befreit aufspielen. Mit 6:2 Punkten sind die wichtigen Zähler bereits auf der Habenseite. Jetzt besteht die Chance, den positiven Schwung zu nutzen.

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